Pressemitteilung 27.3.19

Verkehrsknoten zwischen Berkheim und Nellingen frei gegeben

Viele Autofahrer, die regelmäßig den sogenannten Festo-Knoten oder die Kreuzung Nellinger Linde passieren müssen, können aufatmen. Die über 2-jährige Dauerbaustelle an diesen Kreuzungen ist vorbei.

Am 27. März 2019 gaben Verkehrsminister Winfried Hermann, Regierungspräsident Wolfgang Reimer, Landrat Heinz Eininger und OBM Dr. Jürgen Zieger die ausgebauten Knotenpunkte offiziell frei. 

Ziele erreicht

„Der umfassende Ausbau und die Modernisierung der Verkehrsknoten hatte 2 Ziele: Das Verkehrsnetz in dortigen Bereich deutlich leistungsfähiger zu machen und die zukünftigen Ausbau- und Erweiterungsabsichten der Firma Festo AG & Co.KG mit leistungsfähigen Erschließungsoptionen verkehrlich zu ermöglichen. Beide Ziele wurden mit exakter frühzeitiger Planung, guter Kooperation aller an Planung und Bau Beteiligten und in Kooperation aller Straßenbaulastträger Land, Kreis und Kommunen erfolgreich bewerkstelligt“, betonte OBM Dr. Zieger in seinem Grußwort zur Übergabe. Er dankte zugleich Verkehrsminister Winfried Hermann für die Bekenntnisse des Landes zu einer zukunftsfähigen Verkehrsinfrastruktur im Zentrum der Region Stuttgart wie speziell auch in der Stadt Esslingen. Dies gelte für die Ertüchtigung der Querverkehre vom Schurwald über die B 10 bis zur A 8 und umfasse insbesondere auch die Sanierung, Modernisierung sowie -wo unumgänglich-den Neubau der Neckarbrücken in Esslingen. Auch dabei baue er für die Stadt Esslingen weiterhin auf die Unterstützung der Landesregierung, bekräftigte OB Zieger. 

Kosten

Insgesamt hat der Ausbau der beiden Kreuzungen laut RP rund 6,5 Millionen Euro gekostet, die sich die Stadt und der Kreis Esslingen sowie das Land geteilt haben. Davon hat das Land etwa 1,8 Millionen Euro gezahlt und die Stadt Esslingen 650 000 Euro. Im Lauf der fast zwei Jahre Bauzeit standen 15 verschiedene Bauphasen an – und damit auch 15 verschiedene Verkehrsführungen. Es stehen noch die Schlussrechnungen der Bauunternehmer sowie die für Herbst 2019 angesetzten Bepflanzungsarbeiten aus.  

Vor allem zu Beginn und in der Endphase der Baustelle zwischen Berkheim und Nellingen mussten Autofahrer längere Wartezeiten in Kauf nehmen. Aus Sicht der Experten kann man jetzt bei normalen Bedingungen davon ausgehen, dass künftig neben den Wartezeiten von ein bis zwei Umläufen in Spitzenstunden keine längeren Wartezeiten am Knoten entstehen. Dennoch werde die Aufstiegsstraße auch als Umleitungsstrecke genutzt, wenn etwa auf der A 8 oder der B 10 längerfristige Baustellen eingerichtet werden. Auch durch die Vollsperrung der Zollbergstraße ab Mitte April oder die Bauarbeiten der Stadt Ostfildern in der Hindenburgstraße in Nellingen könnten sich wieder Behinderungen ergeben.

Neben dem allgemein hohen Verkehrsaufkommen – rund 14 500 Fahrzeuge verkehren täglich zwischen Berkheim und Nellingen – war einer der Gründe für den Ausbau der zwei Kreuzungen auch der Plan der Firma Festo, den Standort in Berkheim zu vergrößern. Der Bebauungsplan für die an den Festo-Turm angrenzenden Flächen steht bereits. Dort ist der Bau weiterer Gebäude sowie einer Tiefgarage mit bis zu 2000 Stellplätzen möglich. „Mit dem Ausbau der Knoten sind nun die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass eine mögliche Tiefgarage von Festo überhaupt angefahren werden kann“, betonte OB Zieger bei der Freigabe der Verkehrsknoten. Es sei der Stadt ein zentrales Anliegen, ihre verkehrliche Infrastruktur so auszubauen, dass die Grundstücke der örtlichen Firmen erschlossen werden könnten, so Zieger. Deshalb habe man den Straßenverlauf mit Festo abgestimmt.

Daten und Fakten

zu den Infrastrukturvorhaben Leistungsfähiger Straßenausbau mit 3 Teilbereichen:

  • L 1192 / Ruiter Straße („Festo-Knoten“, Teilbereich 1)
  • K 1268 / K 1216 / Esslinger Straße („Nellinger Linde“, Teilbereich 2)
  • sowie die Bereiche der zukünftigen Verkehrsanbindungen von 2 geplanten Grundstücksein- bzw- ausfahrten auf dem Gelände der Fa. Festo AG & Co.KG, Teilbereich 3

Voraussetzungen:
Die für das Baurecht notwendigen Bebauungspläne durch die Städte Ostfildern und Esslingen wurden 2013 bzw. 2014 rechtskräftig. Um die Finanzierung der Knotenausbauten zu sichern, wurde zwischen den 4 beteiligten Straßenbaulastträgern Land Baden-Württemberg, Landkreis Esslingen, Stadt Esslingen und Stadt Ostfildern 2015 eine Vereinbarung verabschiedet. Neben der Kostenaufteilung ist darin auch die Aufgabenverteilung klar geregelt. Grundlage für die Finanzierung war stets die Aussicht auf Erreichung einer 50-prozentigen Förderquote aus LGVFG-Mitteln. Der für die Straßenerweiterungsfläche notwendige Grunderwerb wurde federführend durch die Stadt Esslingen betrieben. Mitte 2016 waren die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen.

Bauarbeiten

Die technischen Planungen waren im Herbst 2016 abgeschlossen. Danach wurden die Bauarbeiten öffentlich ausgeschrieben und vergeben. Die Fa. Brodbeck als wirtschaftlichster Bieter erhielt den Zuschlag für die Straßenbauarbeiten. Die Firma Swarco erhielt den Zuschlag für die Herstellung von 2 Lichtsignalanlagen sowie der gesamten Beschilderung. Der Baubeginn erfolgte im Mai 2017. Von da an wurden in rund 20 Monaten der Unterbau samt Leitungsinfrastruktur und Asphaltendbeläge für ca. 25.000 m² Straßenfläche hergestellt. Hinzu kamen 2 neue Signalanlagen sowie eine neue Beschilderung und der Ausbau von 2 barrierefreien Bushaltestellen. Die gesamte Bauleistung konnte am 18.3.2019 abgenommen werden und ist seit Ende der Faschingsferien 2019 für den Verkehr freigegeben.

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