Jüdisches Grabfeld

Jüdisches Grabfeld auf dem Ebershaldenfriedhof

Nachdem der Platz auf dem jüdischen Friedhof in der Beutau nicht mehr ausreichte hat die Stadt im Jahr 1874 ihren jüdischen Bürgerinnen und Bürgern auf dem neu eröffneten Ebershaldenfriedhof ein Areal zur Verfügung gestellt.

Mayer Levi, Lehrer und Vorsänger der jüdischen Gemeinde war der erste, der dort bestattet wurde. Im Laufe der Jahre kamen zahlreiche Prominente Esslinger Bürger dazu, wie z.B. der Handschuhfabrikant Daniel Jettels (1832-1900), Jakob Lindauer, Kirchenvorsteher der israelitischen Gemeinde der Stadt, Anna Rotschild (1874-1925) Hausmutter am Israelitischen Waisenhaus und erste Frau Theodor Rotschilds.

Noch bis vor wenigen Jahren war es unbekannt, dass 15 im KZ-Außenlager Hailfingen-Tailfingen verstorbene Häftlinge im Dezember 1944 nach Esslingen transportiert, im hiesigen Krematorium verbrannt und anschließend auf dem Ebershaldenfriedhof bestattet wurden. Erst die Historikerin Dr. Gudrun Silberzahn-Jandt hat eine entsprechende Quelle in unserem Stadtarchiv entdeckt. Dank der Forschungen von Volker Mall und Harald Roth ist es gelungen, den Toten wenigsten einen Namen zu geben.

Bekannt waren hingegen die Namen von 19 Menschen, die im KZ-Außenlager Echterdingen ums Leben kamen und im Winter 1944/45 eingeäschert und beigesetzt wurden.

Der gemeinderätliche „Arbeitskreis Gedenken“ beschäftigte sich damit, den 15 Toten aus Hailfingen-Tailfingen ein ehrendes Gedenken zu geben und es wurde bald klar, dass die 19 namentlich bekannten Opfer aus Echterdingen in gleicher Weise gewürdigt werden müssen.

Es wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Von Beginn an war es der Stadt wichtig, die Entscheidung für eine konkrete Lösung auf ein breites gesellschaftliches und fachliches Fundament zu setzen. Eine Jury, der auch der Landesrabbiner Netanel Wurmser angehörte, hat sich der inhaltlich und gestalterisch komplexen Herausforderung angenommen. Die überregional angesehene Bildhauerin Rotraud Hofmann hat sich auf die Komplexität, die Geschichte und auch das Leid eingelassen, das diesen Ort kennzeichnet und mit großem Einfühlungsvermögen eine angemessene Lösung gefunden, die an den monumentalen Davidstern anknüpft und andererseits der Individualität der Opfer Raum gibt. 

Am 18. Juli 2013 fand die Grabsteinsetzung für die 34 Opfer aus den KZ-Außenlagern Hailfingen-Tailfingen und Echterdingen auf dem jüdischen Grabfeld des Ebershaldenfriedhofs statt.

Stadtarchiv und Grünflächenamt haben eine Dokumentation mit Texten von Dagmar Weinberg zusammengestellt. Diese Dokumentation ist in der Friedhofsverwaltung auf dem Ebershaldenfriedhof sowie im Bürgerbüro erhältlich oder kann hier heruntergeladen werden.

Dokumentation (1,2 MB)
"Ein Grabmal für 34 Opfer aus den KZ-Außenlagern Hailfingen-Tailfingen und Echterdingen auf dem jüdischen Grabfeld des Ebershaldenfriedhofes in Esslingen am Neckar"

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Dokumentation: (1,2 MB)
Ein Grabmal für 34 Opfer aus den KZ-Außenlagern Hailfingen-Tailfingen und Echterdingen auf dem jüdischen Grabfeld des Ebershaldenfriedhofes in Esslingen

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