Baublock A

Realisierungswettbewerb

Auftakt zum Quartier Neue Weststadt

Ausschnitt aus dem Rahmenplan Neue Weststadt, in dem der Baublock A blau umrandet ist.
Die Neue Weststadt - Rahmenplan ©LEHEN drei – Übersichtsplan

Im Jahr 2014 hat die RVI GmbH von der Stadt Esslingen a.N. einen Teilbereich des ehemaligen Güterbahnhofgeländes erworben und seitdem zwischen Fleischmannstraße, Schlachthausstraße, Eugenie-von-Soden-Straße und Berliner Straße drei gemischt genutzte Quartiere aus Wohnen, Geschäfts- und Büronutzung realisiert. Wie bereits bei den vorangegangenen Baublöcken C und D, wurde nun auch zur Sicherung der städtebaulichen Qualität und Vielfalt für Baublock A ein weiteres Wettbewerbsverfahren durchgeführt. Der architektonische Realsierungswettbewerb für den Baublock A in der Neuen Weststadt hat gezeigt, dass es eine große Vielfalt unterschiedlicher Lösungen gibt.
 
Vom Bahnhofsplatz aus gesehen, bildet der Baublock A mit dem Alten Zollamt den Auftakt der Neubebauung in der Neuen Weststadt. Von den Wettbewerbsteilnehmern war die Ausarbeitung einer Planung für einen gemischt genutzten Baukörper gefordert, der im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss gewerbliche Nutzungen und in den darüber liegenden Geschossen Wohnungen vorsieht. Dabei sind 75 % der in der Neubebauung entstehenden Wohnungen für den geförderten sozialen Wohnungsbau vorzusehen. Mit dem Baublock A steht nun ein Projekt zur Realisierung an, das künftig nach Westen die räumliche Begrenzung des Bahnhofsplatzes bildet. Insofern ist die Wirkung dieses Gebäudes in den öffentlichen Raum von besonderer Bedeutung.

Das Preisgericht diskutierte 10 Entwurfsarbeiten an Hand  von Plänen und Modellen.

1. Preis

1. Preisträger

Den 1. Preis erhielt das Büro 2BA Architekten GmbH aus Stuttgart, dessen Entwurf einen städtebaulich klaren Hochpunkt als Auftakt zum Quartier der neuen Weststadt setzt. Diese Geste ist in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof gut nachvollziehbar und wird durch die Höhenstaffelung von einer siebengeschossigen Eckbebauung zu einer Fünf-Geschossigkeit in Richtung Westen klar herausgearbeitet. Die erdgeschossige Gewerbezone mit dem Arkadengang, der dem Bahnhof zugewandt ist, wirkt einladend und angemessen.

Das Gebäude besticht durch eine sehr klare Fassadengliederung mit einer Ablesbarkeit der einzelnen Geschosse, einer Erdgeschosszone, die die Proportionen der Nachbargebäude im Westen aufnimmt, und Obergeschossen, die mit der Materialität der Klinkerfassade auch Bezug nimmt zum benachbarten Altbau der IKK und dem alten Zollamt.
Der Charakter des industriell geprägten Umfelds der Weststadt wird auf gelungene Weise in eine zeitgemäße Formensprache übertragen. Die niedrigeren Bauteile und der Erweiterungsbau werden formal bewusst abgesetzt, um den Kopfbau zu betonen.

Visualisierung der geplanten Bebauung mit Perspektive von Eugenie-von-Soden-Straße
Perspektive von Eugenie-von-Soden-Straße, Entwurfsverfasser: 2BA Architekten GmbH, Stuttgart
Visualisierung der geplanten Bebauung als Grundriss im Rahmenplan
Visualisierung der geplanten Bebauung als Grundriss im Rahmenplan, Entwurfsverfasser: 2BA Architekten GmbH, Stuttgart
Foto des Modells, in dem die geplante Bebauung des Quartiers Block A mittels zugeschnittener Bauklötzen dargestellt ist.
Modellfoto: pp a|s pesch partner architekten stadtplaner GmbH , Entwurfsverfasser: 2BA Architekten GmbH, Stuttgart

2. Preis

2. Preisträger

Den 2. Preis erhielt das Büro Lorber Paul Architekten BDA aus Köln. Durch einen wohl proportionierten Baukörper, der die Blockrandhöhe der Westseite um ein Geschoss erhöht und eine weitere Gebäudeüberhöhung zum Bahnhofsvorplatz gelingt den Verfassern ein angemessenes Entrée zur Weststadt.

Die Baukörpergliederung wird durch eine zweigeschossige Sockelzone aus dunklem Klinker für das Gewerbe differenziert. Darüberliegend werden die Wohnebenen mit einer helleren Klinkerfassade farblich abgesetzt. Die Farbigkeit lehnt sich an die Fassaden der umliegenden Bebauung an. Der um zwei Geschosse erhöhte Innenhof ermöglicht eine qualitätvolle Aufenthaltszone vor den Wohnungen. Nördlich des Neubaus schließt sich eine öffentliche Durchwegung mit Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss an.

Visualisierung der geplanten Bebauung mit Perspektive von Eugenie-von-Soden-Straße
Perspektive von Eugenie-von-Soden-Straße, Entwurfsverfasser: Lorber Paul Architekten BDA, Köln
Visualisierung der geplanten Bebauung als Grundriss im Rahmenplan
Visualisierung der geplanten Bebauung als Grundriss im Rahmenplan, Entwurfsverfasser: Lorber Paul Architekten BDA, Köln
Foto des Modells, in dem die geplante Bebauung des Quartiers Block A mittels zugeschnittener Bauklötzen dargestellt ist.
Modellfoto: pp a|s pesch partner architekten stadtplaner GmbH, Entwurfsverfasser: Lorber Paul Architekten BDA, Köln

3. Preis

3. Preisträger

Der 3. Preis ging an das Büro h4a Generalplaner GmbH aus Stuttgart, die mit neuem Stadtbaustein einen dichten und effizienten Baukörper in die heterogene Umgebung setzen. Die Setzung als vermittelnder Trittstein zwischen dem großmaßstäblichen Volumen der angrenzenden Wohnbauten entlang der Bahnlinie und den Bestandsbauten gelingt.

An der Schnittstelle zum Bahnhof formuliert das Gebäude eine urbane Kante. Als stabiler Stadtbaustein prägt der Baukörper das Gesicht der Neuen Weststadt als neues innerstädtisches Quartier. Der Gebäudekomplex wir in einen zweigeschossigen Sockel mit Gewerbe und Büroeinheiten sowie 3 - 5 Wohngeschossen gegliedert. Die Wohngeschosse sind in einer nach Norden offenen Struktur entsprechend dem Rahmenplan organisiert. Durch einen 7-Geschossigen Hochpunkt wird der Auftakt zum Bahnhof akzentuiert.

Visualisierung der geplanten Bebauung mit Perspektive von Eugenie-von-Soden-Straße
Perspektive von Eugenie-von-Soden-Straße, Entwurfsverfasser: h4a Generalplaner GmbH, Stuttgart
Visualisierung der geplanten Bebauung als Grundriss im Rahmenplan
Visualisierung der geplanten Bebauung als Grundriss im Rahmenplan, Entwurfsverfasser: h4a Generalplaner GmbH, Stuttgart
Foto des Modells, in dem die geplante Bebauung des Quartiers Block A mittels zugeschnittener Bauklötzen dargestellt ist.
Modellfoto: pp a|s pesch partner architekten stadtplaner GmbH , Entwurfsverfasser: h4a Generalplaner GmbH, Stuttgart

Anerkennung

Anerkennung

Die Anerkennung erhielt das Büro holger meyer gmbh aus Frankfurt am Main für sein besonderes städtebauliches Konzept.

Sie setzen sich bewusst vom Rahmenplan mit der Blockstruktur ab und schlagen einen kräftigen „Punkt-Baukörper“ an der Einmündung der Bahnhofstraße in die von Eugenie-von Soden-Straße vor und einen davon abgetrennten, zwar niedrigeren, aber im Kontext betrachtet doch zu hohen Baukörper zwischen der IKK und dem Alten Zollamt. Die Offenheit der Erdgeschoßnutzungen, die Positionierung der Ein-/Zugänge und die Orientierung zum öffentlichen Raum sowie die funktionale innere Erschließung über zentrale Punkte sind gestalterisch qualitätvoll.

Visualisierung der geplanten Bebauung mit Perspektive von Eugenie-von-Soden-Straße
Perspektive von Eugenie-von-Soden-Straße, Entwurfsverfasser: holger meyer gmbh, Frankfurt am Main
Visualisierung der geplanten Bebauung als Grundriss im Rahmenplan
Visualisierung der geplanten Bebauung als Grundriss im Rahmenplan, Entwurfsverfasser: holger meyer gmbh, Frankfurt am Main
Foto des Modells, in dem die geplante Bebauung des Quartiers Block A mittels zugeschnittener Bauklötzen dargestellt ist.
Modellfoto: pp a|s pesch partner architekten stadtplaner GmbH, Entwurfsverfasser: holger meyer gmbh, Frankfurt am Main

Info

Kontakt

Stadtplanungsamt
Stadtplanungsamt
Ritterstraße 17
73728 Esslingen am Neckar
Telefon (07 11) 35 12-25 42
Fax (07 11) 35 12-55 32 84

Ansprechpartner

Herr Franz Schneider

Abteilungsleitung

Telefon (07 11) 35 12-25 21
Fax (07 11) 35 12 55 25 21
Gebäude: NeubauTechnisches Rathaus
Raum: 237

Vermarktung

www.lokwest.de

Hilfreiche Seiten

9
6