Beitrag 1001

Puppendahlarchitektur GmbH, Olfen

"...Im Zusammenspiel mit dem zu erhaltenen Bestandsgebäude bilden sich wohlproportionierte und gut nutzbare Außenanlagen aus..."
Puppendahlarchitektur GmbH, Olfen

Modell von vorne
Lageplan
Grundrisse

Erläuterungsbericht

Entwurfskonzept

Entwurfskonzept

Der Erweiterungsbau wird als eigenständiger, klar ablesbarer Baukörper im südwestlichen Bereich des Grundstücks positioniert. Im Zusammenspiel mit dem zu erhaltenen Bestandsgebäude bilden sich wohlproportionierte und gut nutzbare Außenanlagen aus: Der Pausenhof im Süd-Osten bietet eine große, zusammenhängende und somit gut zu beaufsichtigende Freifläche an. Die Bestandsbäume werden erhalten und durch frei positionierte Spielgeräte ergänzt. Die PKW-Stellplätze werden in der südöstlichen Ecke des Grundstücks, und somit in maximaler Distanz zu den Unterrichtsräumen angeordnet, wodurch störende Einflüsse durch Geräuschemission minimiert werden. Nördlich des Neubaus bildet sich ein zweiter, kleinerer Pausenhof aus, der z.B. durch die älteren Schüler genutzt werden könnte.
 
Der gläserne Verbindungstrakt zwischen Neu- und Bestandsgebäude formuliert den barrierefreien Zugang zur Schule. Hier befindet sich mit der Kombination aus vorhandener Mensa und neuem Forum das Herz der entstehenden Anlage. Das Forum bietet gemeinsam mit dem zuschaltbaren Musiksaal einen Raum für Aufführungen und Zusammenkünfte und kann dabei so abgetrennt werden, dass es auch für externe Veranstaltungen nutzbar ist. Durch die großzügige Verglasung verbindet sich das Forum räumlich mit dem angrenzenden kleinen Pausenhof, der im Veranstaltungsfall mitgenutzt werden könnte. Im südlichen Teil des Erdgeschosses befinden sich die Fachunterrichtsräume, die über eine großzügig belichtete Flurzone erschlossen werden.
 
In den beiden Obergeschossen befindet sich der Lehr- und Unterrichtsbereich mit jeweils drei Jahrgangs-Clustern pro Geschoss. Jedes Cluster besteht dabei aus drei Lernbereichen und einem Differenzierungsraum, die um eine gemeinsame Mitte organisiert werden. Die gemeinsame Mitte bietet Raum für vielfältige Nutzungen und Unterrichtsformen und wird über einen Lichthof großzügig mit Tageslicht versorgt. Die Flurwände zwischen Mitte und Lernbereich sind großzügig verglast, sodass die Beaufsichtigung verschiedener Schülergruppen mit geringem Personaleinsatz möglich ist. Team- Lehrmittel- und WC-Räume werden jeweils in der Mitte zwischen zwei Clustern angeordnet. Durch die vorgeschlagene Organisation entsteht eine hohe räumliche Qualität bei maximaler Nutzungsflexibilität. Die Erschließungsflächen werden dabei auf ein Minimum reduziert.
 
Die klare Struktur des Baukörpers trägt in hohem Maße zur einfachen Orientierung und Übersichtlichkeit für die Kinder und Jugendlichen in ihrem neuen Schulgebäude bei. Auch Kinder mit besonderem Förderbedarf finden sich in der barrierefreien Umgebung einfach zurecht.

Architektursprache I Konstruktion I Technik

Architektursprache I Konstruktion I Technik

Sowohl aus ökologischen als auch aus baustellenlogistischen Gründen wird die Errichtung des Neubaus in Holztafelbauweise vorgeschlagen. Der hohe Grad an Vorfertigung erlaubt eine verkürzte Bauzeit und erleichtert die Errichtung im laufende Schulbetrieb. Die dichten und hochwärmegedämmten Fassadenelemente werden von außen mit einer unbehandelten Brettschalung verkleidet. Auch im Innenraum ist Holz das gestaltprägende Material. Sichtbare Träger und Wandvertäfelungen aus Holz verleihen dem Neubau eine behagliche, warme Atmosphäre. Sämtliche Materialien werden sortenrein – nicht als Verbundkonstruktionen – ausgeführt, um einen ökologisch verträglichen Rückbau im Sinne des „Cradle to Cradle“-Prinzips zu gewährleisten.
 
Grundlage des nachhaltigen Energiekonzepts ist die Minimierung des Energiebedarfs durch Reduktion der Transmissionswärmeverluste über einen äußerst kompakten und dichten Baukörper. Neben den hochwärmegedämmten Fassaden- und Dachelementen und Dreifach-Wärmeschutzverglasungen wird das Gebäude wärmebrückenoptimiert und luftdicht ausgeführt. Um hohe solare Einträge im Sommer zu vermeiden, wird der Fensterflächenanteil optimiert und ein außenliegender, beweglicher Sonnenschutz vorgesehen. Eine passive Kühlung des Gebäudes erfolgt durch Nachtlüftung über das zentrale Lüftungsgerät. Das Lüftungsgerät mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung minimiert die Lüftungswärmeverluste und sorgt für eine gleichbleibend hohe Luftqualität. Sämtliche Dachflächen sollen als begrünte, ökologisch wertvolle Biodiversitätsdächer ausgeführt werden, was zusätzlich zu verminderten Abflusszeiten bei Starkregenereignissen und somit zu einer Entlastung des Kanalnetztes führt. Bepflanzungen um Bereich der vorgelagerten Balkonzonen sind ökologisch wertvoll und bieten den Kindern die Möglichkeit über gärtnerische Tätigkeiten an der Gestaltung ihrer Schule mitzuwirken.

Pläne

Typ Name Datum Größe
jpg 1001 Plan1.jpg 06.07.2020 775 KB
jpg 1001 Plan2.jpg 06.07.2020 759 KB
jpg 1001 Plan3.jpg 06.07.2020 738 KB

Rundgang


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Städtische Gebäude Esslingen (SGE)
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