Mobilitätskampagne

„Gemeinsam unterwegs“ für eine lebenswerte Stadt

Die Stadtverwaltung hat die Herausforderungen für eine zukunftsfähige Mobilität und Stärkung der Lebensqualität in der Stadt zusammengefasst und miteinander vernetzt. Angedacht ist eine öffentliche Kommunikationskampagne, mit der die Stadt zukünftig alternative Mobilitätsformen bewerben möchte.

In ihrem Klimaschutzkonzept "Esslingen & Co" und den gefassten Beschlüssen etwa zum Ausbau von ÖPNV, Fahrrad- und Fußverkehr sowie der Sicherung des Verkehrsflusses bekennt sich die Stadt Esslingen am Neckar seit vielen Jahren zur Entwicklung einer nachhaltigen und stadtverträglichen Mobilität. Das dabei verfolgte Ziel ist, den Bedürfnissen aller mobilen Menschen zu entsprechen, eine hohe Lebensqualität zu sichern und Klima, Umwelt und Gesundheit so weit wie möglich zu schützen.

Viele in den Gremien bereits gefassten Beschlüsse zu einzelnen Verkehrsträgern und über 100 Mobilitätsmaßnahmen tragen in Esslingen am Neckar ihren Teil zu einer stadtverträglichen urbanen Mobilität bei oder sind für die nächsten Jahre bereits auf den Weg gebracht. "Zusammen mit der Energiewende ist eine veränderte Mobilität angesichts der globalen wie lokalen Klimaschutzherausforderungen essentiell. Wir brauchen eine zukunftsfähige Mobilität für die Lebens- und Aufenthaltsqualität sowie attraktive Innenstädte", betont Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger im Gemeinderat im November 2020.

Luftreinhaltung und Lebensqualität

"Die Stadt, ihre Partner vor Ort und wir alle persönlich sind dazu aufgerufen, unsere eigenen Beiträge zum Klimaschutz, zur Luftreinhaltung und gegen Lärmbelastung sowie zur Ausgestaltung und Optimierung einer stadtverträglichen Mobilität zu leisten. Das nun vorgestellte Mobilitätskonzept ‚Gemeinsam unterwegs‘ bildet als übergeordneter Masterplan für weitere Konzeptionen und Vorhaben eine Klammer um diese mehrjährige Sachdiskussion und die gefassten Gemeinderatsbeschlüsse. Als ganzheitliches Mobilitätskonzept zeigt es die komplexen Abhängigkeiten einer nachhaltigen urbanen Mobilität auf und soll dazu beitragen, die Herausforderungen mitsamt der Sanierung und Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur als Chance zu sehen", betonte OB Zieger während der Gemeinderatssitzung.

Beitrag zur Erfüllung der Pariser Klimaziele

Mit dem vorgelegten Mobilitätskonzept verfolgt die Stadt Esslingen das Ziel einen nachhaltigen Beitrag zur zukünftigen Erfüllung der Pariser Klimaziele leisten zu können, die Luft- und Lebensqualität der Bürgerschaft zu sichern und ihren Beitrag zur Transformation der Mobilität in Verdichtungsräumen zu leisten. Eine andere Verteilung der Verkehrsarten auf die einzelnen Verkehrsträger ist Voraussetzung, um die Lebensqualität in einer hochverdichteten Region Stuttgart und der Stadt Esslingen sichern zu können. Diese Strategie ist Stand der politischen Diskussionen in allen Verdichtungsräumen Europas.

Vier zentrale Handlungsfelder

In dem Mobilitätskonzept werden mit den Bereichen Radverkehr, ÖPNV, Fußverkehr und der Elektromobilität vier zentrale Handlungsfelder identifiziert, die durch übergreifende Instrumente vom Lärmaktionsplan über das Parkraummanagement oder einer Neuordnung des Verkehrs auf dem Altstadtring ergänzt werden. Eine wesentliche Rolle bei der Umsetzung der globalen Herausforderungen ist die Eigenverantwortung aller mobilen Menschen in der Stadtgemeinschaft. Mit unseren individuellen Mobilitätsentscheidungen wirken wir alle jeden Tag auf unsere Umwelt ein.

Eigenverantwortung ist gefragt

„Jeder und jede Einzelne kann dazu beitragen, den Verkehrslärm zu verringern, Stau zu verkürzen und Verkehrsemissionen zu verringern. Wir können zu einer stadtverträglichen Mobilität nur ‚Gemeinsam unterwegs‘ sein und müssen uns daher alle als einzelne Teile der erforderlichen Verkehrswende für ein lebenswertes Esslingen verstehen“, betont Erster Bürgermeister Wilfried Wallbrecht. „Für uns ist das Spannungsfeld von selbstbestimmter Mobilität und der gleichzeitigen Übernahme von Verantwortung für Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmschutz gut zu synchronisieren. Wir alle mit unseren spezifischen Mobilitätsbedürfnissen als auch Stadt und Gesetzgeber in ihrer Steuerungsfunktion sind gefordert, dieser Verantwortung gerecht zu werden“.

Ziel ist ein verträglicher und nachhaltiger Modal Split

Das erklärte Ziel der Stadt Esslingen ist es, mithilfe des Mobilitätskonzeptes den Modal Split, also die Verteilung des Verkehrs auf verschiedene Verkehrsmittel, zukünftig noch stadtverträglicher zu gestalten und im Sinne nachhaltiger Mobilität zu verschieben. Dazu gehört beispielsweise eine Zunahme des öffentlichen Personennahverkehrs um 30 Prozent, der zudem ab dem Jahr 2021 vollständig vom Städtischen Verkehrsbetrieb SVE bedient wird und ab 2024 komplett elektrifiziert sein wird. „Unser schon bald rein elektrisch betriebener Busverkehr ist ein zentraler Bestandteil im Maßnahmenpaket des Mobilitätskonzeptes“, betont Bürgermeister Ingo Rust. „Wir werden ab dem Jahr 2024 in der Lage sein, eine zuverlässige, effektive und emissionsarme Option der Mobilität anzubieten und dadurch den Menschen die Entscheidung leichter machen, das Auto öfter stehen zu lassen.“

Neben den Vorhaben im Bereich des ÖPNV ist ein Ausbau der Infrastruktur für Rad- und Fußverkehr sowie ein besserer Schutz der entsprechenden Verkehrsteilnehmer:innen vorgesehen. Eine Stärkung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt soll darüber hinaus dazu beitragen, die Anteile von Rad- und Fußverkehr im Modal Split weiter zu steigern (Radverkehr +100%; Fußverkehr +5%). Für den PKW-Verkehr hingegen wird eine Senkung um 25 Prozent angestrebt. Durch Maßnahmen zur Optimierung des Verkehrsflusses sollen die verbleibenden Belastungen durch Kraftfahrzeuge außerdem weiter minimiert werden.


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