Statistik

Esslinger Kommunalstatistik

Für alle wichtigen Lebensbereiche stellt die Kommunalstatistik aus vielfältigsten Daten ein "statistisches Bild" der Stadt zur Verfügung.

Imagebild Kommunalstatistik

Ein breites Band an demographischen, sozialen und wirtschaftlichen Informationen wird in Form von Kennziffern und Vergleichszahlen in Tabellen und Grafiken dokumentiert und bietet somit eine umfassende und wichtige Grundlage für die Planungsarbeit und politische Entscheidungsprozesse. Jedoch sind die Daten nicht nur für Politik und Verwaltung gedacht, sondern bieten insbesondere den interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern einen fundierten und informativen Einblick in die Strukturen unserer Stadt.

Aufgrund der Datenfülle, individuelle Fragestellung und Barrierefreiheit der Homepage können im Rahmen des Internetauftritts der Kommunalstatistik nur eine sehr komprimierte Auswahl an Daten veröffentlicht werden (nicht barrierefrei).

Für alle Interessierten steht die Kommunalstatistik mit umfassendem Datenmaterial zur Seite.

Stadtteilportrait Esslingen zum 31.12.2021

Dargestellt werden statistische Daten für die Gesamtstadt: 

  • Einwohner und Haushalte
  • Bevölkerungspyramide
  • Bevölkerungsbewegungen (Geburten, Sterbefälle, Saldo, Wanderungen)
  • Sozialdaten
  • Wohneinheiten und Häuser
  • zugelassene private PKW 

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pdf Stadtteilportrait - Esslingen.pdf (73 KB) 02.02.2022 73 KB

Bevölkerungsbefragung ESfragt 2022

Vorwort

Wie gefällt den Esslingerinnen und Esslingern die Stadt? Was ist gut und wo wird Handlungsbedarf gesehen? Wie betroffen sind die Esslingerinnen und Esslinger von Folgen des Klimawandels wie Starkregen und Hitze? Wie wird der ÖPNV bewertet? Oder sind sie gerade auf Wohnungssuche?

Diese und unzählige weitere Fragen stellte die Stadt Esslingen und die Kommunalstatistik in der ersten repräsentativen Bevölkerungsbefragung ESfragt 2022 im Frühjahr des Jahres. Untersucht wurden die Themengebiete Lebensqualität & Zufriedenheit, Stadtverwaltung & Kommunalpolitik, Mobilität & Verkehr, Klima & Klimaschutz, Digitalisierung, Wohnen, Image und Bürgerschaftliches Engagement & Beteiligung.
Geplant ist eine regelmäßige Fortsetzung der Befragung in den kommenden Jahren.

TypNameDatumGröße
pdf A2 Vorwort Oberbürgermeister Matthias Klopfer.pdf (42 KB) 19.12.2022 42 KB
pdf A2 Vorwort Bürgermeister Hans-Georg Sigel.pdf (55 KB) 19.12.2022 55 KB

Kapitel 1: Methoden und Stichprobe

Im Kapitel Methode und Stichprobe wird zunächst die Methode der Bevölkerungsbefragung dargelegt und anschließend die grundlegende Stichprobe soziodemographisch aufbereitet.
 
Die Kommunalstatistik hat zwischen Februar und Anfang April 2022 die erste Esslinger Bevölkerungsbefragung durchgeführt. Die Teilnahme war schriftlich per gedrucktem Fragebogen, sowie online möglich. In der Onlineversion waren zusätzlich drei Sprachvarianten in Englisch, Türkisch und Russisch verfügbar.

Als Ausgangsstichprobe wurden 5.000 Esslingerinnen und Esslinger ab 18 Jahren repräsentativ nach Alter und Geschlecht aus dem Einwohnermeldeamt ausgewählt. Die Studie verzeichnete mit insgesamt 1.855 Teilnehmer:innen eine bereinigte Rücklaufquote von 37,1%, was einen sehr guten Wert darstellt. 60,4% der Teilnahmen erfolgten mittels des dem Anschreiben beigefügten Papierfragebogens, 39,6% erfolgten online.

Die finale Stichprobe ist zwar rechnerisch repräsentativ für Esslingen hinsichtlich ihrer Alters- und Geschlechtsverteilung, jedoch zeigen sich deutliche Stichprobenabweichungen von der Grundgesamtheit hinsichtlich:

  • Staatsangehörigkeit: Nicht-Deutsche Esslinger:innen sind unterrepräsentiert (ES: 24,4%; ESfragt: 13,9%)
  • Haushaltszusammensetzung: Paare sind überrepräsentiert (ES: Ehepaare - 34,1%; ESfragt: Paare - 64,7%),
  • Alleinlebende (ES: 23,1%; ESfragt: 18,9%) und Haushalte mit Kindern (ES: 36,8%; ESfragt: 26,9%) etwas unterrepräsentiert
  • Bildung: höhere Bildung überrepräsentiert (ES: Zensus 2011: 32,6% Abitur; ESfragt: 42,9% Hochschulabschluss); mittlere und niedrigere Bildung unterrepräsentiert
  • Religionszugehörigkeit (evangelisch ES: 26,3%; ESfragt: 38,6%)

Zuverdienst zur Rente / Pension: 20% der entsprechenden Teilnehmer verdienen sich / würden sich gerne etwas zur Rente / Pension hinzu / hinzuverdienen.
Zum Quantifizierung und Vergleich der Ergebnisse wurde das Kommunalbarometer ausgehend der im Fragebogen abgefragten Antwortkategorien eingeführt. Hierzu wurden den jeweiligen Skalenpunkten Zahlenwerte zugeordnet, die ermöglichen Indikatorwerte zu berechnen – dies bedeutet, ein hoher Barometerwert verdeutlicht einen höheren Antwortwert (größere Zufriedenheit, höherer Bedarf).

Kapitel 2: Lebensqualität, Zufriedenheit und wahrgenommener Handlungsbedarf

Kapitel zwei beschäftigt sich mit der wahrgenommenen Lebensqualität in Esslingen insgesamt, der Zufriedenheit mit der eigenen Wohnung, der eigenen Wohngegend und Esslingen als Wohnort, der Zufriedenheit mit ganz verschiedenen Lebensbereichen in Esslingen  und dem wahrgenommenen Handlungsbedarf bezüglich verschiedener Bereiche.
 
Die teilnehmenden Esslingerinnen und Esslinger bewerten die Lebensqualität in Esslingen übergreifend sehr positiv - 74% der Teilnehmer:innen bewerten die Lebensqualität in Esslingen mit gut oder sehr gut; Über alle Teilnehmenden berechnet ergibt dies 71 Kommunalbarometerpunkte und somit nur 2 Punkte weniger als das Ergebnis aus Stuttgart (73 Punkte) in der vergangenen Befragung.

Es zeigen sich nur geringe Unterschiede zwischen den Teilgruppen; Menschen, die lieber wo anders wohnen würden bewerten jedoch signifikant schlechter (54 Punkte).

Übergreifend sind die Teilnehmer:innen recht zufrieden, jedoch zeigen sich zum Teil deutliche Unterschiede zwischen den Teilbereichen: Die Top 3 sind: Stadtbücherei (76 Punkte); Arbeits- & Verdienstmöglichkeiten (74 Punkte); Angebot an Friedhofsflächen (72 Punkte).

Am Ende der Rangfolge befinden sich die Themen Wohnungsmarkt (31 Punkte), Verkehr (44 Punkte) und Stadtverwaltung (44 Punkte).

Es zeigen sich zudem starke Differenzen zwischen den einzelnen Teilgruppen; bei näherer Betrachtung ist insbesondere die individuelle Betroffenheit der Teilnehmer:innen ausschlaggebend für die differenzierte Bewertung (z.B. Wohnungssuchende bei Bewertung Wohnungsangebot, Fahrradfahrende bei Bewertung Situation für Fahrradfahrer).
 
Dringenden Handlungsbedarf sehen die Esslingerinnen und Esslingen besonders in den Bereichen Wohnen / Wohnungsmarkt und Verkehr, aber auch das Angebot an Ganztagesbetreuung sowie Angebote für Jugendliche. In einigen Stadtteilen ist der wahrgenommene Bedarf an wohnortnahen Einkaufsmöglichkeiten ausgeprägt.

Kapitel 3: Stadtverwaltung und Kommunalpolitik

Dieser Teil der Bevölkerungsbefragung beschäftigt sich mit Fragen zur Wahrnehmung und Zufriedenheit mit der Stadtverwaltung, dem kommunalpolitischen Interesse der Esslingerinnen und Esslinger, sowohl bezüglich der Gesamtstadt, als auch bezüglich des eigenen Stadtteiles, sowie der Art und Weise der genutzten kommunalpolitischen Informationskanäle. 

Das Ansehen der Stadtverwaltung ist aus Sicht der teilnehmenden Esslingerinnen und Esslinger ausbaufähig (49 Punkte).

Jeweils etwa ein Drittel der Teilnehmenden sind mit der Arbeit der Stadtverwaltung (sehr) zufrieden, teils teils sowie (sehr) unzufrieden. Die Wahrnehmung ist bei Senioren und Neuzugezogenen etwas besser, als bei den anderen Altersklassen und in Esslingen verwurzelten Teilnehmenden.

Mehr als die Hälfte der Teilnehmer:innen zeigen (starkes) Interesse an der Kommunalpolitik in Esslingen, hingegen 21% nur schwaches oder gar kein Interesse. Ähnliche Werte ergeben sich für das Interesse an der Kommunalpolitik im Stadtteil. Senioren und Esslinger:innen, die schon lange in Esslingen leben berichten stärkeres Interesse, ebenso junge Erwachsene an der Kommunalpolitik im Stadtteil. Interessierte sind zudem gleichzeitig stärker bürgerschaftlich engagiert.

Als Informationsquelle für kommunalpolitisches Geschehen wird in der Regel ein Mix aus unterschiedlichen Kanälen genutzt - klassische Medien (Zeitung, Radio), digitale Medienkanäle (soziale Medien, Homepage der Stadt), informelle Kanäle (Gespräche mit Nachbarn und Bekannten). Die Nutzung differenziert stark hinsichtlich des Alters der Teilnehmenden - Jüngere nutzen deutlich häufiger digitale Medien, wohingegen bei Senioren klassische Medien wie die Zeitung dominiert. Informelle Kanäle sind in allen Altersklassen wichtig.

Kapitel 4: Mobilität und Verkehr

Der Themenbereich Mobilität & Verkehr erfragt die Verkehrsmittelnutzung der Esslingerinnen und Esslinger, die Zufriedenheit mit dem ÖPNV sowie der Fuß und Radwege in Esslingen sowie welche Maßnahmen notwendig wären, damit mehr Esslinger:innen bei mehr Wegen auf den PKW verzichten würden. Zudem werden entsprechende Items aus den Bereichen Zufriedenheit und wahrgenommener Handlungsbedarf analysiert.

Verkehr und Mobilität in Esslingen ist für viele Esslinger:innen ein Zankapfel – die große Anzahl an Baustellen und Staus sorgt für viel Unstimmigkeit unter den Teilnehmenden. Im Gegensatz dazu sind die Teilnehmenden übergreifend mit dem öffentlichen Personennahverkehr in Esslingen zufrieden, besonders die ÖPNV Nutzer. Die Situation für Fahrradfahrer wird in Esslingen eher mittelmäßig wahrgenommen, tatsächlich Fahrradfahrende bewerten hierbei jedoch schlechter. Es zeigt sich wieder, dass die individuelle Betroffenheit beim jeweiligen Thema deutlichen Einfluss auf die Bewertung hat.

Zunächst wurde in der Bevölkerungsbefragung erhoben wie viel Prozent der Wege die Teilnehmenden durchschnittlich an einem normalen Wochentag mit welchem Verkehrsmittel zurückgelegt haben. 41% der Wege werden per PKW erledigt, 23% zu Fuß, 12% mit dem ÖPNV, 11% per Fahrrad oder eBike und lediglich 1,5% mittels Motorrad oder einem anderen Verkehrsmittel. Männer nutzen häufiger den PKW als Frauen, Frauen gehen hingegen häufiger zu Fuß als Männer. Jüngere Teilnehmende nutze häufiger den ÖPNV als Senioren, diese gehen hingegen häufiger zu Fuß. Grundsätzlich gilt, Teilnehmende aus Stadtteilen in den Höhenlagen nutzen deutlich häufiger den PKW als Teilnehmende aus Stadtteilen in der Neckarebene (Tallagen).

Günstigere ÖPNV Tickets nennen viele Teilnehmenden als gutes Argument um für mehr Wege den PKW stehen zu lassen – der Anteil steigt zudem je jünger die Teilnehmenden sind. Für Senioren ist hingegen die Häufigkeit und die Pünktlichkeit des ÖPNVs ausschlaggebend. Etwa gleich viele Teilnehmen (19% vs. 18%) sind bereits dauerhaft vom PKW auf andere Verkehrsmittel umgestiegen bzw. würden nie umsteigen, egal welche Anreize geschaffen werden.

Bewertung Verkehrsinfrastruktur & verkehrspolitische Maßnahmen

Die Verkehrsinfrastruktur des motorisierten Individualverkehrs wird übergreifend mittel bis schlecht bewertet, insbesondere die Parkmöglichkeiten in der Innenstadt verzeichnen nur maue Werte (39 Punkte). Hierbei bewerten PKW Fahrer schlechter als die Nutzer aller anderen Verkehrsmittel.

Die Bewertung der Radverkehrsinfrastruktur bewegt sich im Mittelfeld der Skala; insbesondere Radfahrer, also Teilnehmende, die die Radverkehrsinfrastruktur tatsächlich nutzen, bewerten diese deutlich schlechter als alle anderen Verkehrsmittelnutzer.

Die große Mehrheit der Esslingerinnen und Esslinger ist (sehr) zufrieden mit dem öffentlichen Personennahverkehr; lediglich die Pünktlichkeit des Schienenverkehrs gibt Anlass zum Ärgern (hierauf hat jedoch die Stadt Esslingen selbst keinen Einfluss, da der Schienenverkehr durch die Deutsche Bahn oder den VVS erfolgt).

Bezüglich der Fußgängerinfrastruktur ist die Mehrheit der Teilnehmenden (sehr) zufrieden. In einigen Stadtbezirken (besonders dem Zollberg) wird jedoch der Zustand von Fußwegen und Treppen bemängelt.
Allen verkehrspolitischen Maßnahmen stimmen die absolute Mehrheit der Teilnehmenden zu; zum Teil zeigen sich jedoch deutliche Polarisierungen zwischen Teilnehmergruppen (Alter, Wohndauer in Esslingen) sowie hinsichtlich der Fahrradfahrer und der PKW Fahrer.

Kapitel 5: Klima und Klimaschutz

Der Themenbereich Klima & Klimaschutz fragt insbesondere nach der individuellen Betroffenheit der Teilnehmenden mit Folgen des Klimawandels, der individuellen Erreichbarkeit von Grünflächen an heißen Tagen und der Wahrnehmung der Anstrengungen der Stadtverwaltung mit den Folgen des Klimawandels umzugehen.

Grundlegend sind klimarelevante Themen den Esslinger:innen wichtig (57 Punkte). Die Mehrheit der Teilnehmenden ist mit dem Angebot an Stadtwaldflächen und der Luftqualität in Esslingen zufrieden.
Die wahrgenommene individuelle Betroffenheit mit den Folgen des Klimawandels beeinflusst stark die Bewertung und den empfundenen Handlungsbedarf.

  • Hitzesommer: Fast die Hälfte aller Teilnehmer:innen fühlt sich (stark) betroffen; es zeigen sich nur marginale Differenzen zwischen den einzelnen Teilgruppen; Esslinger:innen, die sich individuell betroffen fühlen bewerten die Anstrengungen der Stadt für Klima / Umweltschutz als weniger ausreichend.
  • Starkregen: Etwa 30% der Teilnehmer:innen fühlen sich persönlich betroffen; es zeigen sich nur geringe Differenzen zwischen den einzelnen Teilgruppen;
  • Hochwasser: Nur 11% der Befragten fühlen sich persönlich betroffen – 71% dagegen überhaupt nicht; Individuell Betroffene leben hauptsächlich in der Innenstadt und in Oberesslingen;
  • Unwetter / Stürme: 35% der Teilnehmer:innen fühlen sich persönlich betroffen, hauptsächlich in der Innenstadt und in Oberesslingen; es zeigen sich nur geringe Differenzen zwischen den einzelnen Teilgruppen

Insgesamt bewerten nur 28% der teilnehmenden Esslingerinnen und Esslinger die Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz in Esslingen als ausreichen. Individuell Betroffene sind deutlich unzufriedener mit den Anstrengungen der Stadt für Klima und Umweltschutz, bzw. sehen deutlich höheren Handlungsbedarf beim Schutz vor Starkregen.

Kapitel 6: Digitalisierung

Der Themenbereich Digitalisierung beschäftigt sich mit den Elementen des Digital Services sowie der Digitalen Infrastruktur der Stadt sowie der Stadtverwaltung. 

Digital Services der Stadtverwaltung - Digitale Informationen zur Verwaltung, Online Anträge, Digitale Informationen zu Kultur und Veranstaltungen, Digitales GIS - sind für viele Esslingerinnen und Esslinger sehr wichtig. Die Wichtigkeit sinkt jedoch mit zunehmendem Alter etwas ab. Jedoch ist die digitale Erreichbarkeit des Rathauses für Viele mehr als ausbaufähig (35 Punkte).

Die Möglichkeit zu Online-Anträgen und eID kennen schon recht viele Esslinger:innen (Online Anträge: 79% bekannt; eID: 76% bekannt)- noch nutzen es aber nur wenige (Online Anträge:  43% nutzten schon; eID: 10% nutzten schon); nur 35% der Teilnehmenden kennen das kostenlose Benutzerkonto bei ServiceBW; nur 11% haben es bislang schon genutzt; mit steigendem Alter sinkt der Anteil der Kenner und Nutzer deutlich.

Ein schneller Internetanschluss und eine gute Mobilfunkverbindung sind für den Großteil der Esslinger:innen extrem wichtig (Internet: 87 Punkte; Mobilfunkverbindung: 82 Punkte). Kostenloses W-Lan in der Innenstadt oder im Bus ist für viele sicherlich ein nettes nice to have, aber übergreifend kein Muss (56 Punkte bzw. 48 Punkte). Mit steigendem Alter sinkt hierbei auch die Wichtigkeit.

Kapitel 7: Wohnen

TypNameDatumGröße
pdf B7 Wohnen - Erste Ergebnisse der Esslinger Bevölkerungsbefragung.pdf (301 KB) 19.12.2022 301 KB

Da das Thema Wohnen in Esslingen und der ganzen Region Stuttgart sehr aktuell ist wurde dieses Thema auch im Rahmen der Bevölkerungsbefragung behandelt.

Insgesamt wird der Wohnungsmarkt / das Wohnungsangebot in Esslingen übergreifend schlecht bewertet (31 Punkte); jüngere Altersklassen (26 Punkte) bewerten nochmals schlechter als Senioren (38 Punkte). Es zeigt sich jedoch über alle Personen gerechnet kein Zusammenhang mit der individuellen Lebensqualität in Esslingen. Berechnet man den Zusammenhang jedoch für Wohnungssuchende, so zeigt sich ein anderes Bild – der Wohnungsmarkt wird von Wohnungssuchenden nochmals deutlich schlechter bewertet (18 Punkte) und ist zudem deutlich wichtiger für die individuelle Lebensqualität. Zudem wird großer Handlungsbedarf in diesem Bereich gesehen.

Durchschnittlich 16,3 Jahre wohnen die Teilnehmer:innen bereits in der gleichen Wohnung – mit steigendem Alter erwartungsgemäß deutlich länger. Wie leben die Teilnehmer:innen? 53% leben in Eigentum im Kontrast dazu 47% in Miete; 31% der Teilnehmer:innen leben im eigenen Haus, 22% in der Eigentumswohnung; 44% in der Mietwohnung und nur 3% im gemieteten Haus; mit steigendem Alter leben mehr Menschen in Eigentum. Teilnehmer:innen die in Eigentum leben, wohnen dort durchschnittlich bereits länger als Teilnehmer:innen in Miete. Durchschnittlich bewohnen die teilnehmenden Esslingerinnen und Esslinger 103,6 m² Wohnfläche mit dem eigenen Haushalt – knapp ¾ der Teilnehmer lebt somit rechnerisch in 4 und mehr Zimmer. Je älter die Teilnehmenden, desto mehr Wohnraum steht dem Haushalt pro Kopf zur Verfügung; Familien verfügen über mehr Wohnraum als Paare oder Einpersonenhaushalte.

Knapp ein Viertel der Teilnehmenden ist aktuell auf Wohnungssuche - am häufigsten werden Häuser und 3-4 Zimmer Wohnungen gesucht. Die aktivsten Wohnungssuchenden sind die beiden jüngeren Altersklassen. Es zeigen sich zudem deutliche Unterschiede zwischen den Haushaltsform und der gesuchten Wohnimmobilie: Familienhaushalte suchen deutlich häufiger als alle anderen Haushaltsformen Häuser (29% bzw. 21%), sowie 3-4 Zimmerwohnungen (24%); nur 13% suchen Wohnungen mit 5 und mehr Zimmern; In diesem Marktsegment konkurrieren Familien jedoch mit Paarhaushalten ohne Kinder (19% freistehendes Einfamilienhaus; 12% Doppelhaushälfte / Reihenhaus; 17% 3-4 Zimmer Wohnung); Parallel dazu suchen Einpersonenhaushalte, entgegen der Annahme, keine kleinen 1 und 2 Zimmer Wohnungen (6% bzw. 4%), sondern ebenso 3-4 Zimmer Wohnungen (11%) wie Haushaltsformen mit mehr Personen.

Kapitel 8: Image

TypNameDatumGröße
pdf B8 Image - Erste Ergebnisse der Esslinger Bevölkerungsbefragung.pdf (50 KB) 19.12.2022 50 KB

Aus Sicht der Esslinger:innen ist das Image Esslingens außerordentlich gut! Dies sowohl aus der eigenen Perspektive (71 Punkte; 74% sehr gut oder gut), als auch aus der antizipierten Besucherperspektive (75 Punkte, 82% sehr gut oder gut)

Die großen Highlights Esslingens sind insbesondere: die mittelalterliche Altstadt, die einmalige Lage inmitten von Weinbergen und Neckartal, sowie die tollen Feste und Veranstaltungen wie der Weihnachtsmarkt

Kapitel 9: Bürgerschaftliches Engagement

Kern des Zusammenlebens in einer Stadt ist häufig das bürgerschaftliches Engagement von einem selbst und den Mitmenschen.

In der Bevölkerungsbefragung gaben 26% der Esslingerinnen und Esslinger an ehrenamtlich aktiv zu sein - 21 % ohne Bezahlung, 5% mit geringer Aufwandsentschädigung.

Dies ist deutlich geringer als im Bundesfreiwilligensurvey 2019 (knapp 40%) - ABER die coronabedingten Einschränkungen in den letzten Jahren trafen den Freizeitbereich besonders hart! (Einschränkungen, Lockdown, Versammlungsverbote, individuelle Angst vor Ansteckung); Männer (29%) geben an etwas häufiger als Frauen (24%) ehrenamtlich aktiv zu sein, jedoch gehört für viele Frauen Mitarbeit und Anpacken z.B. in der Nachbarschaft oder in Kindergarten & Schule einfach dazu und wird nicht als explizit ehrenamtliches Engagement wahrgenommen oder berichtet.

Die aktivste Gruppe sind die 50-u70 Jährigen (31%). Am Häufigsten sind die Esslingerinnen und Esslinger engagiert in den Bereichen Sport und Bewegung (30%); Kirche und Religion (25%) sowie Kultur und Musik (19%).

Zusatz: Eine Stadt, viele Stadtbezirke

Die Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung unterscheiden sich zum Teil deutlich zwischen den einzelnen Stadtbezirken, die zum Teil ganz eigene Bedürfnisse und Wahrnehmungen haben.

Logo ESfragt: Sprechblase mit Fragezeichen und Schriftzug ESfragt

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