Wohnen in Panoramalage

Das Hochschulareal an der Flandernstraße ist eine der Flächen in Esslingen mit dem größten Potenzial für dringend benötigten Wohnraum. Die Hochschule Esslingen wird voraussichtlich im Jahr 2027 ihren Neubau in der Weststadt beziehen und das Areal an der Flandernstraße vollständig aufgeben. Das Areal Flandernstraße soll anschließend zu einem neuen Quartier mit dem Schwerpunkt Wohnen weiterentwickelt werden. Entstehen soll ein Quartier, das auch den umliegenden Stadtteilen eine zukunftsfähige Infrastruktur bietet. 

Luftbild des Hochschulareals Flandernstraße, im Hintergrund die Innenstadt
Luftbild mit Darstellung des Weges vom Bahnhof zum Areal
Luftbild des Hochschulstandorts Flandernstraße
Lageplan des Quartiers mit Gebäuden und Freiflächen
©Octagon und studiofutura
Schrägansicht des Quartiers mit Gebäuden und Freifllächen
©Octagon und studiofutura

Rahmenplan für das Hochschulareal

Die als Entwicklungsfläche zur Verfügung stehende Fläche beträgt ca. 63.000 m². Grundlage für die Entwicklung ist ein städtebaulicher Rahmenplan. Er beschreibt die Ziele und Leitlinien für das künftige Quartier und dient als Orientierung für die weiteren Planungen. Erst mit dem Bebauungsplan werden diese Vorgaben rechtlich verbindlich.

Das ist geplant

Das neue Quartier soll ein lebendiger Stadtteil für Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Lebensformen werden. Geplant sind verschiedene Nachbarschaften mit gemeinschaftlichen Treffpunkten und kurzen Wegen.
Besonderer Wert wird darauf gelegt,

  • dass das neue Quartier vor allem dem Wohnungsmarkt zugute kommt,
  • zur Nahversorgung ein Lebensmittelmarkt im bisherigen Mensagebäude sowie kleinere Ladeneinheiten und Angebote zur Gesundheitsversorgung entstehen
  • möglichst viele prägende Gebäude zu erhalten, umzunutzen und ggf. auch aufzustocken,
  • eine neue Kindertagesstätte sowie Sport- und Freizeitangebote entstehen,
  • den vorhandenen Baumbestand zu schützen,
  • zusätzliche Flächenversiegelung und den CO2-Austoß möglichst gering zu halten,
  • das Quartier klimaangepasst weiterzuentwickeln.

Wohnen für viele Lebenslagen

Im neuen Quartier sollen unterschiedliche Wohnformen entstehen. Geplant ist:

  • rund 30 Prozent geförderter Wohnraum,
  • rund 20 Prozent für besondere Wohnformen, beispielsweise Baugruppen, Wohnprojekte oder Mitarbeiterwohnen,
  • eine ausgewogene Verteilung dieser Angebote über das gesamte Quartier.

So sollen Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Einkommen ein Zuhause finden.

Plätze, Parks und Infrastruktur

Das Quartier erhält mehrere neue Aufenthalts- und Begegnungsorte. Geplant sind unter anderem:

  • ein neuer Quartiersplatz als Eingangsbereich,
  • ein Nachbarschaftspark mit Spielplatz,
  • ein Aussichtspunkt ("Nachbarschaftsbalkon"),
  • ein neuer Aktivspielbereich mit Bolzplatz,
  • der Erhalt des bewaldeten Hangs entlang der Rotenackerstraße.

Auch die Infrastruktur wird ausgebaut. Vorgesehen sind zum Beispiel:

  • ein Lebensmittelmarkt im ehemaligen Mensagebäude,
  • Dienstleistungen und Angebote für die Nahversorgung,
  • Gesundheitsangebote,
  • Räume für Begegnung,
  • eine mehrgruppige Kindertagesstätte,
  • Parkgaragen für Bewohnende und Besucher.

Informationen für Bauinteressierte und Investoren

Baupotenzial 450 – 650 Wohneinheiten | Vermarktung voraussichtlich ab 2026/2027

Die Stadt Esslingen entwickelt das neue Quartier nicht selbst, sondern vergibt die Grundstücke schrittweise an private Bauträger, Wohnungsunternehmen, Genossenschaften und Baugruppen. So entsteht ein abwechslungsreiches Quartier mit unterschiedlichen Wohnangeboten und architektonischen Lösungen. Rund 20 Prozent der geplanten Wohnflächen sind für besondere Wohnformen wie Baugruppen oder gemeinschaftliche Wohnprojekte vorgesehen.

Die Vermarktung soll Ende 2026 beziehungsweise Anfang 2027 mit dem ersten Bauabschnitt beginnen. Gestartet wird im westlichen Teil des Areals, da dort überwiegend Neubauten entstehen können. Für das ehemalige Mensagebäude gibt es bereits Interesse von Lebensmittelhändlern, sodass auch dessen zukünftige Nutzung frühzeitig vorbereitet werden kann.

Bei der Vergabe der einzelnen Baufelder entscheidet der Gemeinderat jeweils über das ausgewählte Baukonzept. Dabei werden unter anderem der Gestaltungsbeirat sowie weitere Beteiligungsgremien eingebunden. So soll sichergestellt werden, dass die Ziele des Rahmenplans bei der Entwicklung des Quartiers umgesetzt werden.

Interesse an einem Grundstück?

Gesucht werden Bauvorhabenträger insbesondere für größere Bauvorhaben mit dem Schwerpunkt Geschosswohnungsbau und für die Umnutzung von Bestandsgebäuden. Außerdem werden Bauvorhabenträger sowie ein Betreiber für den neuen Lebensmittelmarkt und ergänzende Laden- und Dienstleistungs-Angebote benötigt.

Die Lage und Größe der angestrebten Bauvorhaben und Baufelder ergeben sich aus dem Rahmenplan, der im Sommer 2026 dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt wird. Auf dessen Grundlage ist anschließend die Ausschreibung von einzelnen Grundstücksteilen bzw. Gebäudeteilen vorgesehen. Die Entwicklung des Areals ist in Abschnitten über einen Zeitraum von mehreren Jahren vorgesehen.

Die Vermarktung der ersten Baufelder befindet sich derzeit in Vorbereitung. Sobald Informationen zu Vergabeverfahren, Bewerbungsfristen oder Ansprechpartnern vorliegen, veröffentlicht die Stadt diese auf dieser Seite.

Bei Interesse können Sie sich in den E-Mail-Verteiler aufnehmen lassen. Sie werden dann über Ausschreibungen von Grundstücksteilen oder Bestandsgebäuden von uns informiert. Wenden Sie sich hierzu bitte an den untenstehenden Kontakt. 

So geht es weiter

  • Sommer 2026
    Beschluss des städtebaulichen Rahmenplans durch den Gemeinderat
  • Ende 2026 / Anfang 2027
    Vorentwurf des Bebauungsplans und Vermarktung des ersten Bauabschnitts
  • 2027
    Beantragung von Fördermitteln und weitere Planungen
  • Anfang 2028
    Übernahme des Areals durch die Stadt
  • ab 2028
    Geplanter Baustart im westlichen Teil des Areals

Bisheriger Projektverlauf

Häufige Fragen

Wer baut das neue Quartier?

Die Stadt wird die Gebäude nicht selbst errichten. Die Grundstücke sollen an verschiedene Bauträger vergeben werden. Neben klassischen Investoren sind auch Genossenschaften und Baugruppen vorgesehen.

Warum sind Baugruppen vorgesehen?

Baugruppen ermöglichen gemeinschaftliches Bauen nach eigenen Vorstellungen. Sie schaffen vielfältige Wohnangebote und tragen zu lebendigen Nachbarschaften bei. Deshalb sind rund 20 Prozent der Wohnflächen für besondere Wohnformen vorgesehen.

Wo beginnt die Entwicklung?

Der erste Bauabschnitt ist im westlichen Bereich des Areals vorgesehen. Dort können neue Gebäude vergleichsweise schnell entstehen. Auch für das ehemalige Mensagebäude gibt es bereits Interesse für eine spätere Nutzung.

Können sich die Planungen noch ändern?

Ja. Der Rahmenplan gibt die grundsätzliche Richtung vor. Ob einzelne Bestandsgebäude erhalten oder umgebaut werden können, hängt von der technischen und wirtschaftlichen Umsetzbarkeit ab. Über die Baukonzepte der einzelnen Bauabschnitte entscheidet der Gemeinderat.

Stadt Esslingen am Neckar

Stadtplanungsamt

Stadtentwicklung
Ritterstraße 17
73728 Esslingen am Neckar