Ehrenbürger der Stadt Esslingen am Neckar

Ehrenbürger sind Menschen, die sich um die erfolgreiche Entwicklung der Stadt oder das Wohlergehen ihrer Bürger:innen verdient gemacht haben. Die Ehrenbürgerwürde wird in Esslingen, wie auch in anderen Städten, nur äußerst selten verliehen. 

Wolfgang Drexler (1946-)

Portraitaufnahme von Wolfgang Drexler

Für sein Wirken sowie seine herausragenden Leistungen für das Gemeinwohl wurde Wolfgang Drexler am 3. April 2022 zum Ehrenbürger der Stadt Esslingen am Neckar ernannt.

Eberhard Klapproth (1921-2010)

Porträtaufnahme von Eberhard Klapproth

Im Juli 1996 wurde Eberhard Klapproth vom Gemeinderat anlässlich seines 75. Geburtstages zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Er verstarb am 17. Januar 2010 in Esslingen.

Georg Deuschle (1877-1973)

Fotografie von Georg Deuschle

Das Ehrenbürgerrecht wurde Deuschle im Jahr 1952 anlässlich seines 75. Geburtstags gemeinsam mit dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik am Bande verliehen.

Paul Dick (1851-1938)

Porträt von Paul Dick

Paul Dick war wohl der einflussreichste und am meisten öffentlich wirksame Industrielle Esslingens seiner Generation.

Anlässlich seines 80. Geburtstages wurde Dick 1931 aufgrund seiner Verdienste für die Stadt das Ehrenbürgerrecht verliehen.

Max von Mülberger (1859-1937)

Porträtgemälde von Max von Mülberger

Der 1912 in den persönlichen Adelsstand erhobene Mülberger wurde anlässlich der Fertigstellung der Renovierung des Alten Rathauses zum Ehrenbürger der Stadt Esslingen erhoben. Er starb am 23. April 1937.

Ernst Schwarz (1852-1922)

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums als Mitglied des Gemeinderates wurde Ernst Schwarz 1919 das Ehrenbürgerrecht verliehen. 

Oskar Merkel (1836-1912)

Ausschnitt aus einer Fotografie von Oskar und Julie Merkel

Merkel war Esslinger durch und durch. In Esslingen geboren, verließ er seine Heimatstadt nie für längere Zeit. 1907 erhielt er die Ehrenbürgerwürde der Stadt. Am 28. Mai 1912, im Alter von 76 Jahren, verstarb er - natürlich - in Esslingen.

August Ehrhardt (1811-1904)

Abbildung der Maschinenfabrik Esslingen, Mitte 19. Jahrhundert
Quelle: Wikipedia (gemeinfrei)

Im Jahr 1897 wurde Ehrhardt zum vierten Esslinger Ehrenbürger für seine wirksame Arbeit für die Stadt ernannt.
Er starb am 4. September 1904 im Alter von 93 Jahren als damals ältester Esslinger Bürger.

Dr. Paul Kapff (1810-1891)

Die Stadt verlieh Dr. Paul Kapff die zuvor noch nie explizit verliehene Ehrenbürgerwürde zu seinem 50-jährigen Doktorjubiläum im Jahr 1882.

Karl Pfaff (1795-1866)

Zeichnung von Karl Pfaff

Karl Pfaff ordnete die Reichssstädtischen Bestände des Archivs und veröffentlichte seine umfassende, in Teilen noch heute gültige "Geschichte der Reichsstadt Esslingen". Diese Tätigkeiten überzeugten die Stadt, Pfaff 1841 das Esslinger Bürgerrecht ehrenhalber zu verleihen.

Joseph Apollinaris Honoratus von Theobald (1772-1837)

Grabstein von Joseph Apollinaris Honoratus von Theobald auf dem Hoppenlaufriedhof
Quelle: Wikipedia (gemeinfrei)

Das Bürgerrecht der Stadt wurde von Theobald, bereits 1819 aufgrund seiner Verdienste bei Ausarbeitung der ersten württembergischen Verfassung verliehen.

Ehrenbürgerrecht - was ist das?

Wer das Ehrenbürgerrecht verliehen bekommen kann, ist nur sehr vage geregelt, was den Gemeinden einen großen Handlungsspielraum eröffnet. §22 der Gemeindeordnung regelt lediglich, dass Gemeinden diejenigen Personen mit dem Ehrenbürgerrecht auszeichnen kann, die sich besonders verdient gemacht haben. Absatz zwei dieses Paragraphen sieht zudem vor, dass das Ehrenbürgerrecht bei unwürdigem Verhalten auch wieder entzogen werden kann. Von diesem Recht machte die Stadt auch bereits Gebrauch, indem sie den beiden in der Zeit des Nationalsozialismus ernannten Ehrenbürgern, Wilhelm Murr und Georg Schmückle, das Ehrenbürgerrecht bereits 1945 wieder entzog.

Für die Stadt Esslingen lassen sich einige Gemeinsamkeiten unter den Ehrenbürgern festmachen. So wurde das Ehrenbürgerrecht beispielsweise noch nie posthum vergeben, zudem waren alle Träger bislang männlich.

Einen signifikanten Unterschied in der Ehrenbürgerschaft hingegen lässt sich bei Joseph von Theobald und Karl Pfaff festmachen. Sie erhielten in Zeiten des sog. Heimatrechts als nicht in Esslingen geborene Personen aufgrund ihrer Verdienste ehrenhalber das Bürgerrecht. Von Theobald und Pfaff werden aufgrund ihrer Bedeutung für die Stadt- und Landesgeschichte oftmals in die Liste der Ehrenbürger aufgenommen, obwohl auch weitere Personen im 19. Jahrhundert das Bürgerrecht verliehen bekamen.