Den Job meistern in den Wechseljahren

Collage: eine Hand hält eine Lupe über drei Tabletten in Übergröße auf rosa Hintergrund
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Warum viele Frauen still kompensieren – und was wirklich hilft

„Ich arbeite jetzt oft am Wochenende vor.“

Diesen Satz hört man selten laut – und doch beschreibt er eine Realität, die viele betrifft. Eine erfahrene Führungskraft, erfolgreich, leistungsstark, mitten im Berufsleben. Nach außen funktioniert alles. Projekte laufen, Termine werden eingehalten. Und trotzdem reicht die Energie unter der Woche nicht mehr aus. Also wird kompensiert: abends, am Wochenende, im Verborgenen.

Wenn Leistung unsichtbar teurer wird

Was wie individuelles Zeitmanagement aussieht, hat oft tiefere Ursachen. Studien – etwa aus dem Projekt MenoSupport des Institut für angewandte Arbeitswissenschaft Berlin – zeigen:

  • Viele Frauen verändern ihre Arbeitsweise während der Wechseljahre, ohne darüber zu sprechen
  • Aufgaben werden verschoben, Pausen strategisch eingeplant, Arbeit in ruhigere Zeiten verlagert
  • Nach außen bleibt alles stabil – innerlich steigt die Belastung

Der Preis: mehr Erschöpfung, mehr Druck, mehr Selbstzweifel. Und manchmal auch grundlegende Entscheidungen: Jede fünfte Frau denkt darüber nach, früher aus dem Berufsleben auszusteigen. Viele reduzieren ihre Arbeitszeit.

Das Problem: zu wenig Wissen, zu viel Schweigen

Gleichzeitig fehlt oft genau das, was helfen würde:

  • Wissen darüber, was im Körper passiert
  • Sicherheit im Umgang mit Veränderungen
  • Raum, Fragen zu stellen

Die Wechseljahre werden noch immer häufig als „privates Thema“ betrachtet – auch im Arbeitskontext. Für viele Betroffene bedeutet das: Sie bleiben allein mit ihren Fragen.

Gut informiert – besser durch den Alltag

Genau hier setzt die Veranstaltung „Menopause im Job“ an. Sie richtet sich an Frauen, die sich fragen:

  • „Was kommt da auf mich zu?“ 
  • „Ist es bei mir vielleicht schon soweit?“
  • „Was verändert sich?“ 
  • „Welche Beschwerden kann es geben?“
  • „Wie schaffe ich den (Arbeits-)Alltag?“ 
  • „Was kann ich für mich tun?“

Sie erhalten fundierte, verständliche Informationen – und konkrete Impulse für den Umgang mit dieser Lebensphase im Berufsalltag. Referentin ist Beate Scharfenstein, Ärztin und Leiterin der Beratungsstelle pro familia Böblingen.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Frauen, die sich informieren, vorbereiten oder ihre aktuelle Situation besser verstehen möchten. Melden Sie sich heute noch an!

Stadt Esslingen am Neckar

Referat für Chancengleichheit

Referat für Chancengleichheit
Rathausplatz 2
73728 Esslingen am Neckar
Telefon 0711 3512-2994

Gerne nehmen wir uns auch für ein persönliches Gespräch mit Ihnen Zeit - nach Terminvereinbarung.

Jitka Sklenářová

Beauftragte für Chancengleichheit 

Susanne Heubach
Sybille Bornträger
(Erstellt am 09. April 2026)