Hitzeaktionsplan für Esslingen am Neckar
Heiße Tage und lange Hitzeperioden nehmen auch in Esslingen zu. Mit dem Hitzeaktionsplan reagiert die Stadt Esslingen auf diese zunehmenden Belastungen. Der Plan bündelt Maßnahmen aus den Bereichen Gesundheitsschutz, Information, Vorsorge und Stadtentwicklung und schafft einen gemeinsamen Rahmen für den Hitzeschutz in Esslingen.
Dabei ist der Hitzeaktionsplan kein starres Konzept. Zukünftig werden die Erfahrungen aus jedem Hitzesommer in seine Weiterentwicklung einfließen. So können die Maßnahmen laufend angepasst und verbessert werden.
Warum braucht Esslingen einen Hitzeaktionsplan?
Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch in Esslingen spürbar. Heiße Tage treten häufiger auf, Hitzeperioden dauern länger an und dicht bebaute Stadtgebiete erwärmen sich besonders stark. Dadurch steigt die gesundheitliche Belastung für viele Menschen. Besonders betroffen sind:
- ältere Menschen
- Säuglinge und Kinder
- Schwangere
- Menschen mit Vorerkrankungen
- wohnungslose Menschen
- Menschen, die im Freien arbeiten
Der Hitzeaktionsplan bildet den strategischen Rahmen für den Hitzeschutz in Esslingen. Wie die Stadt diese Ziele konkret umsetzt, zeigen die verschiedenen Handlungsfelder des Plans.
Infobox
Das Klimaprofil der Stadt Esslingen am Neckar im Klimaatlas des Landes Baden-Württemberg zeigt die wichtigsten Klimaparameter für den Zeitraum von 1961 bis heute sowie auch modellierte Daten für die Zukunft.
Welche Auswirkungen hat zunehmende Hitze?
Zunehmende Hitze belastet die Gesundheit vieler Menschen und kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Zusätzlich entstehen in dicht bebauten Stadtgebieten sogenannte Wärmeinseln, in denen sich die Luft besonders stark aufheizt und nachts nur langsam abkühlt. Das führt zu
- höheren Temperaturen in dicht bebauten Bereichen,
- einer stärkeren Aufheizung von Gebäuden und öffentlichen Räumen,
- einer erhöhten Belastung für Einrichtungen wie Kitas, Schulen und Pflegeeinrichtungen,
- einem steigenden Bedarf an Verschattung, Kühlung und Trinkwasserversorgung.
Der Hitzeaktionsplan baut auf einer Analyse der örtlichen Gegebenheiten auf und berücksichtigt diese lokalen Belastungen. Er verbindet kurzfristige Schutzmaßnahmen mit langfristigen Anpassungen im Stadtgebiet.
Ziele des Hitzeaktionsplans
Hitzeschutz beginnt lange bevor die Temperaturen ihren Höchststand erreichen. Mit Information, Vorsorge und gezielten Angeboten unterstützt die Stadt die Menschen dabei, heiße Tage möglichst gut und gesund zu überstehen.
- Gesundheitsschutz stärken
Die gesundheitlichen Folgen extremer Hitze sollen verringert werden. - Vulnerable Gruppen schützen
Besonders gefährdete Menschen sollen gezielt unterstützt werden. - Frühzeitig informieren und warnen
Bei angekündigten Hitzewellen informiert die Stadt über Website, Social Media, WhatsApp sowie weitere Kanäle auf Grundlage der Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes. - Stadt klimaangepasst weiterentwickeln
Mehr Verschattung, Grünflächen, Entsiegelung und hitzegerechte Gestaltung öffentlicher Räume. - Kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen verbinden
Akute Hilfe bei Hitzewellen und dauerhafte Anpassungen sollen miteinander verknüpft werden.- Kurzfristige Hilfen während einer Hitzewelle
Tipps für Hitzetage - Mittelfristige Anpassung von Gebäuden und Einrichtungen
Klimaanpassung Schulen - Langfristig Esslingen klimaresilient gestalten durch:
- klimaangepasste Stadtplanung
- mehr Bäume und Grünflächen
- Entsiegelung und Verschattung
- hitzegerechtes Bauen und Sanieren
- Kurzfristige Hilfen während einer Hitzewelle
- Zusammenarbeit und Fortschreibung sichern
Der Plan wird gemeinsam mit verschiedenen Ämtern und Partnern umgesetzt und regelmäßig weiterentwickelt.
Aktionsnetzwerk
Das Aktionsnetzwerk besteht aus verschiedenen städtischen Ämtern und Einrichtungen sowie externen Partnerinnen und Partnern. Gemeinsam überprüfen wir den Hitzeaktionsplan und entwickeln ihn regelmäßig weiter.
- Städtische Ämter im Aktionsnetzwerk
- Stadtplanungsamt, Grünflächenamt, Tiefbauamt
- Feuerwehr
- Stabsstellen Mobilität und Wohnen
- Kulturamt
- Amt für Bildung, Erziehung und Betreuung
- Gleichstellungsbeauftragte
- Amt für Soziales, Integration und Sport
- SGE
- Koordinationsstellen SeniorInnen und Integration
- Arbeitsschutz Stadt Esslingen
- Externe Partnerinnen und Partner
- Klinikum Esslingen
- Pflegeheime Esslingen
- Jugendgemeinderat
- Stadtjugendring
- Gesundheitsamt Kreis Esslingen
Stadt Esslingen am Neckar
