Behördenzentrum: Umbau bringt klare Strukturen und kurze Wege
Nach sechs Monaten Interimstandort im Alten Rathaus ist das Bürgeramt wieder im Behördenzentrum in die Beblinger Straße eingezogen.

Brigitte Länge, Leiterin des Ordnungsamts und Marius Osswald, Leiter des Amts für Soziales, Integration und Sport, freuen sich über die neuen Beratungsräume.
Der erste Bauabschnitt ist abgeschlossen: Die Sanierungsarbeiten im Erdgeschoss des Behördenzentrums in der Beblinger Straße sind beendet. „Derzeit arbeiten wir noch am barrierearmen Wegeleitsystem“, berichtet Philipp Kopper, Projektleiter der Städtischen Gebäude Esslingen. Kontrastreiche Beschriftungen und Piktogramme werden zeitnah angebracht, zudem sind akustische Aufrufe und Ansagen in den Aufzügen vorgesehen.
Das Bürgeramt, das in den vergangenen sechs Monaten interimsweise im Alten Rathaus untergebracht war, ist seit dem 27. Januar wieder im Behördenzentrum – gemeinsam mit den anderen Abteilungen des Ordnungsamts. „Der Umzug hat trotz Schneechaos problemlos funktioniert und wir freuen uns, nun in den modernisierten Räumen im Erdgeschoss des Behördenzentrums zu arbeiten“, erklärt Freia Günther, Abteilungsleiterin des Bürger- und Standesamts.
Künftig wird hier das sogenannte Drei-Zonen-Prinzip umgesetzt: eine klare Trennung zwischen öffentlichem, internem und gemischtem Bereich. Im Erdgeschoss wurden im Rahmen des Umbaus weitere Schalter geschaffen, darunter zwei Diskretionsschalter. „Dort können vertrauliche Gespräche geführt werden, etwa in Fällen häuslicher Gewalt“, erläutert Brigitte Länge, Leiterin des Ordnungsamts. Ergänzt wird das Angebot durch zwei Fotostationen, an denen Fotos, digitale Fingerabdrücke und Unterschriften für Pässe und Ausweise direkt an die Sachbearbeitung übermittelt werden können.
Terminvereinbarungen und Self-Check-In
Wer einen Termin im Bürgeramt benötigt, kann diesen problemlos und zeitnah auf der städtischen Website auswählen. Viele Leistungen, beispielsweise Bewohnerparkausweise oder Gewerbeanmeldungen, können zudem bereits vollständig online erledigt werden. Für andere Anliegen, zum Beispiel für einen Termin beim Bürgerservice Einwanderung oder in der Sozialberatung, kann über das Kontaktformular auf der Website eine Terminanfrage gestellt werden. „Wir sorgen dann dafür, dass die Person an die richtige Stelle gelangt und die entsprechende Beratung bekommt“, betont Marius Osswald, Leiter des Amts für Soziales, Integration und Sport.
Ein weiterer Service ist der Self-Check-In: „Wer einen Termin hat, kann sich problemlos per QR-Code selbst anmelden und kann direkt in den Wartebereich gehen“, erklärt Brigitte Länge. Der QR-Code ist bereits von außen auf einem Plakat links neben dem Eingang zu sehen. Alternativ ist weiterhin eine Anmeldung bei den Mitarbeitenden der Bürgerinfo am Eingang möglich. „Erst dann wird man über den Monitor zum entsprechenden Schalter aufgerufen“, betont die Ordnungsamtsleiterin.
2. Bauabschnitt bis September
Im zweiten Bauabschnitt, der von Mitte März bis Anfang September geplant ist, wird im ersten Obergeschoss der öffentliche Bereich des Amts für Soziales, Integration und Sport weiter ausgebaut. Bereits fertiggestellt sind dort sechs Schalter und drei Fotostationen. Im Rahmen des zweiten Bauabschnitts folgen fünf weitere Schalter sowie acht Beratungsräume. Diese werden überwiegend vom Bürgerservice Einwanderung und Bürgerservice Soziales genutzt.
Bislang verteilten sich die öffentlichen Flächen auf alle Stockwerke und ein angrenzendes Gebäude. Künftig werden die Angebote gebündelt, was die Orientierung erleichtert und Wege verkürzt. Neu ist außerdem ein zweites öffentliches WC im ersten Obergeschoss, das bestehende öffentliche WC im Erdgeschoss ist barrierefrei.
Auch für die Mitarbeitenden bringt der Umbau Verbesserungen: Sie können künftig ruhiger in ihren Backoffices arbeiten. Neben der neuen Raumstruktur werden während der beiden Umbauphasen Büroflächen und Sozialräume modernisiert.
In einem dritten und letzten Bauabschnitt soll schließlich der Eingangsbereich in Angriff genommen werden: „Wir planen einen neuen größeren Vorbau und möchten die Aufenthaltsqualität in diesem Bereich deutlich verbessern“, sagt Kopper.
Büro des Oberbürgermeisters
