Feuerwehr bekommt neue Drehleiter

Kompakte Hilfe in engen Straßen: Vor allem in der Altstadt gewinnt die Esslinger Feuerwehr mit der neuen Kompakt-Drehleiter deutlich mehr Handlungsspielraum und ermöglicht Rettungen, die bisher nur eingeschränkt oder gar nicht möglich waren.

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Von rechts: Feuerwehrkommandant Oliver Knörzer, Oberbürgermeister Matthias Klopfer und Abteilungsleiter Jürgen Schernhammer bei der offiziellen Übergabe. 

Die Feuerwehr Esslingen hat Verstärkung bekommen: Eine neue Kompakt-Drehleiter steht den Einsatzkräften ab sofort zur Verfügung. Oberbürgermeister Matthias Klopfer übergab das Spezialfahrzeug kürzlich offiziell. Stationiert ist die Drehleiter an der Feuerwache Stadtmitte, sie soll künftig bei Einsätzen in der Stadt schnelle Hilfe leisten. Für Feuerwehrkommandant Oliver Knörzer ist die Anschaffung ein wichtiger Schritt für die Sicherheit in der Stadt: „Gerade in engen Straßen und in der Altstadt gewinnen wir mit der Kompakt-Drehleiter deutlich mehr Handlungsspielraum – sie ermöglicht uns Rettungen, die bisher nur eingeschränkt oder gar nicht möglich waren.“ Auch Oberbürgermeister Matthias Klopfer betonte die Bedeutung der Investition für die Stadt: „Mit der neuen Kompakt-Drehleiter stärken wir gezielt die Einsatzfähigkeit unserer Feuerwehr in dicht bebauten Quartieren. Das ist eine wichtige Investition in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.“

Speziell für enge Gassen

Die neue Drehleiter ist speziell für enge Straßen konzipiert – ein Thema, das in vielen gewachsenen Quartieren zunehmend an Bedeutung gewinnt. Durch Nachverdichtung im Bestand, Dachgeschossausbauten oder Aufstockungen von Gebäuden steige häufig die Gebäudeklasse. Tragbare Leitern reichen in solchen Fällen als Rettungsgeräte der Feuerwehr nicht mehr aus. Stattdessen muss eine Drehleiter eingesetzt werden.
Im Rahmen von Baugenehmigungen sind deshalb Aufstellflächen von fünf mal elf Metern unterhalb der Rettungsfenster vorgesehen. Gerade im Bestand führe diese Vorgabe jedoch häufig zu Konflikten: Viele Straßen sind nicht fünf Meter breit. In der Vergangenheit bedeutete das oftmals den Wegfall von Parkplätzen oder bauliche Anpassungen an Gebäuden, etwa Geländeaufschüttungen auf der Gebäuderückseite, um Rettungen mit tragbaren Leitern zu ermöglichen. Hier setzt die neue Kompakt-Drehleiter an. Durch ihre Bauweise benötigt sie eine um einen Meter schmalere Aufstellfläche. Dadurch können in manchen Fällen Parkplätze erhalten bleiben, die bei der Nutzung herkömmlicher Drehleitern im Baugenehmigungsverfahren hätten entfallen müssen.

Neue Möglichkeiten in der Altstadt

Auch in der Esslinger Altstadt eröffnet das Fahrzeug zusätzliche Möglichkeiten. In den engen historischen Gassen steht oft nur wenig Platz zur Verfügung, und für viele Gebäude sind keine festen Aufstellflächen dokumentiert. In der Praxis versucht die Feuerwehr deshalb, Menschen dort zu erreichen, wo sie im Notfall auf Hilfe warten. Mit der neuen kompakten Drehleiter gelingt das künftig in noch mehr Situationen.
Ein wesentlicher technischer Unterschied liegt im sogenannten hinteren Überhang beim Drehen der Leiter. Bei den bisherigen Drehleitern beträgt dieser etwa 1,2 bis 1,5 Meter. Bei der Kompakt-Drehleiter konnte er auf maximal 0,4 Meter reduziert werden. Dadurch wird eine deutlich schmalere Aufstellfläche möglich.

Alte Leitern unverzichtbar

Die vorhandenen Drehleitern der Feuerwehr bleiben dennoch unverzichtbar. Ihre niedrige Bauart erlaubt es, auch in Straßen mit Oberleitungen und Abspannungen der Straßenbeleuchtung zu arbeiten, da sich der Korb unter den Drähten aufstellen lässt. Eine Kombination dieser Eigenschaften mit der kompakten Bauweise ist aus physikalischen Gründen nicht möglich. Beide Fahrzeugtypen erfüllen jedoch die Mindeststandards und Rettungshöhen und ergänzen sich daher im Einsatz. Das Leistungsverzeichnis für die Beschaffung wurde von der Feuerwehr erarbeitet. Anschließend erfolgte eine europaweite Ausschreibung. Den Zuschlag erhielt die Firma Riffaud-Desautel mit einem Gesamtpreis von rund 940.000 Euro. Aus Landesmitteln wurde ein Zuschuss von 265.000 Euro nach der Zuwendungsrichtlinie Feuerwehrwesen gewährt.

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(Erstellt am 25. März 2026)