Feuerwehr Esslingen: Mehr Gefahrguteinsätze und Großbrände
Die Feuerwehr Esslingen hat ihren Jahresbericht 2025 veröffentlicht. Drei Fragen dazu an Feuerwehrkommandant Oliver Knörzer.

Wenn Sie das Einsatzjahr 2025 der Feuerwehr Esslingen in drei Schlaglichtern zusammenfassen müssten – welche Einsätze, Ereignisse oder Entwicklungen standen dabei im Mittelpunkt?
Im Einsatzjahr 2025 hatten wir im Vergleich zum Zehn-Jahres-Schnitt überdurchschnittlich viele Gefahrguteinsätze, insgesamt fünf, sowie vier Großbrände zu bewältigen. Ein weiterer prägender Punkt waren die Einsparmaßnahmen, die uns bis zum Jahresende in insgesamt 13 Sitzungsrunden intensiv beschäftigt haben. Zudem hat uns die anhaltende Raumnot weiterhin stark gefordert. Gleichzeitig konnten wir mit dem Beginn der Baumaßnahmen für die Abrollbehälterhalle auf dem Gelände der Feuerwache einen wichtigen Schritt in die Zukunft machen.
Welche Rolle spielt aus Ihrer Sicht das Zusammenspiel von hauptamtlicher Wache und Ehrenamt im täglichen Einsatzgeschehen – und was hat 2025 besonders gut funktioniert?
Das Zusammenspiel ist elementarer Bestandteil unserer Organisationsstruktur, ohne das die Feuerwehr nicht so kostengünstig und effizient funktionieren würde. Die Wachbereitschaft durch zusätzliche Einsatzkräfte der freiwilligen Einsatzabteilungen in der Feuerwache an Samstagen wurde 2025 auf die Feiertage erweitert, was ohne Fehltage sehr gut funktioniert hat. Das System wird ab 2026 auch die Sonntage umfassen, sodass an allen Tagen eines Jahres von 7 bis 18 Uhr die ersten drei Einsatzfahrzeuge in der Feuerwache fest besetzt sind. Damit wird der Erreichungsgrad weiter gesteigert und die gegebenenfalls erforderliche Ausnahmegenehmigung von einer Berufsfeuerwehr ermöglicht.
Welche Momente oder Erfahrungen aus dem Einsatzjahr 2025 lassen sich in Zahlen kaum abbilden, waren aber dennoch besonders prägend für die Arbeit der Feuerwehr Esslingen?
Typisch für das Jahr 2025 war, dass der Aufwand für die Wartung von Fahrzeugen, Geräten und Gebäuden stark gestiegen ist. Grund dafür waren Schwächen in Unternehmen und Betrieben, weshalb man wieder häufiger improvisieren und vieles selbst erledigen musste. Die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr in Einsätzen ist dabei ungebrochen, auch der anhaltende Generationswechsel bei den Feuerwehrangehörigen hat daran nichts geändert, das ist toll! Die Mitgliederzahlen sind weiterhin stabil. Aber auch das ist wichtig: Das Jubiläum 150 Jahre Abteilung Hegensberg-Liebersbronn mit vier Veranstaltungen über das Jahr verteilt war ein großer Erfolg.
Büro des Oberbürgermeisters
