Alle an einen Tisch

Partnerschaftlich und konstruktiv: Integrationsnetzwerk bringt Akteurinnen und Akteure in Esslingen zusammen.

BM Bayraktar steht am Podium beim Integrationsforum.

Verschiedene Gründe wie Flucht, Fachkräfteeinwanderung oder europäische Binnenmigration bringen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte nach Esslingen. Damit die Integration und Teilhabe vor Ort gut gelingen kann, braucht es eine starke Vernetzung aller Beteiligten. In Esslingen engagieren sich viele ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger sowie zahlreiche hauptamtliche Institutionen in den verschiedenen Bereichen der Integrationsarbeit. „Alle Akteurinnen und Akteure der kommunalen Integrationsarbeit zu vernetzen und somit vernetzt zu handeln, das ist die Aufgabe des Integrationsnetzwerks“, sagt Salvador Guardia-Gil, Integrationsbeauftragter der Stadt Esslingen, der das Netzwerk gemeinsam mit Marion Koch, Leiterin der Abteilung Sozialplanung und Projektarbeit, federführend betreut.

Haupt- und Ehrenamt vernetzen

Jahre zurück. Die Idee entstand gemeinsam mit der Caritas und dem Kreisdiakonieverband Esslingen, als die ersten ukrainischen Geflüchteten nach Esslingen kamen. „Dabei wurde deutlich, dass wir nicht nur das Hauptamt untereinander, sondern auch Ehrenamt und Hauptamt noch besser vernetzen müssen“, erklärt Marion Koch. Insgesamt geht es darum, ein gegenseitiges Verständnis zu entwickeln, Bedarfe zu erfassen, neue Strukturen, Konzepte und Plattformen zu entwickeln und Bestehendes sinnvoll miteinander zu verknüpfen. 
Das Integrationsnetzwerk besteht aus drei Bestandteilen: dem Integrationsforum, dem Fachrat für Migration und Integration sowie den aktuell vier Arbeitsgruppen. Das Integrationsforum bietet einmal im Jahr eine Austauschplattform für alle Beteiligten und Interessierte. Der Fachrat für Migration und Integration fungiert als politisches Lenkungsgremium. Er setzt sich aus zehn gewählten Sachkundigen, einem Vertreter aus dem Jugendgemeinderat sowie einer Vertretung aus jeder Arbeitsgruppe zusammen. Die Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit den Themen der sprachlichen Integration, der Arbeitsmarktintegration, den rechtlichen Grundlagen und der Beratung. Auch der Aufbau weiterer Arbeitsgruppen ist zukünftig durchaus denkbar. Die Gruppen sorgen für einen fachlichen Austausch und können bei Bedarf operativ an Projekten der Integrationsarbeit zusammenarbeiten. Sie tagen in der Regel zweimal im Jahr und werden von städtischen Mitarbeitenden koordiniert.

Politischer Auftrag

Den politischen Auftrag erhielt das Integrationsnetzwerk vor etwas über einem Jahr im Ausschuss für Kultur, Sport und Soziales. Im November 2025 fand schließlich das erste Integrationsforum statt, bei dem es neben verschiedenen Workshops auch einen Vortrag zum Thema „Beziehungen im Einwanderungsland‘‘ von der Migrationsforscherin Prof. Dr. Annette Treibel gab. Marius Osswald, Leiter des Amts für Soziales, Integration und Sport, betonte, dass Integration vor allem vor Ort sichtbar werde: „Hier, in unserer Stadt, in unseren Stadtteilen, in Vereinen, Initiativen und Institutionen entstehen die Strukturen, werden Unterstützungsangebote geschaffen und Orte der Begegnung gestaltet.“ Das Integrationsnetzwerk bringe dafür Verwaltung, Vereine, Bildungsträger, Wohlfahrtsverbände, Ehrenamtliche, Unternehmen und nicht zuletzt die betroffenen Menschen zusammen. Ziel ist es aber vor allem, Teilhabe zu erleichtern und Barrieren abzubauen. 

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(Erstellt am 15. Januar 2026)