Weitere Rückzahlung der Gewerbesteuer für 2025
Die Stadt Esslingen verzeichnet bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer weitere Einbußen. Wie das Finanzamt am 20. Februar 2026 mitteilte, muss die Stadt Esslingen eine weitere Vorauszahlung der Gewerbesteuer für das Jahr 2025 in Höhe von 24,4 Millionen Euro zurückzahlen.
Demzufolge liegen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer für das Jahr 2025 nach mehrfachen Rückzahlungen nunmehr bei 44,4 Millionen Euro. Ursprünglich hatte die Stadt Esslingen im Jahr 2025 mit Einnahmen aus der Gewerbesteuer in Höhe von 94,7 Millionen Euro gerechnet.
Aufgrund dieser Rückzahlungen und der schwierigen wirtschaftlichen Lage wurden die erwarteten Einnahmen aus der Gewerbesteuer für das laufende Jahr 2026 und die darauffolgenden Jahre bereits kontinuierlich nach unten korrigiert. Die Verwaltung erarbeitet derzeit einen Nachtragshaushalt 2026, der die Rückgänge in der Gewerbesteuer abbildet.
„Die nochmals dramatischer gesunkenen Einnahmen aus der Gewerbesteuer im Jahr 2025 zwingen uns nun aber zu einem noch härteren Sparkurs, den wir zusätzlich in den Nachtragshaushalt einplanen und als Stadtgesellschaft gemeinsam meistern müssen“, sagt Oberbürgermeister Matthias Klopfer.
Sofortmaßnahmen zur Einsparung
Die Stadt Esslingen ergreift daher folgende Sofortmaßnahmen:
- Für die gesamte Esslinger Stadtverwaltung gilt ab sofort auf Anordnung von Oberbürgermeister Matthias Klopfer ein grundsätzlicher Einstellungsstopp.
- Ab sofort werden neue Investitionen nur umgesetzt, wenn sie weitgehend durch Fördermittel oder das Sondervermögen des Bundes finanziert werden können.
- Im Nachtragshaushalt für die Jahre 2026 und 2027, den die Stadt Esslingen aufgrund des Rückgangs bei der Gewerbesteuer derzeit erarbeitet, müssen Steuererhöhungen zwingend eingeplant werden.
- Neben den bisherigen Einsparungen bei Sach- und Personalkosten in Höhe von 25,7 Millionen Euro wird die Stadt Esslingen ein weiteres Konsolidierungspaket in Höhe von rund fünf Millionen Euro erarbeiten. Dieses soll bereits im Nachtragshaushalt 2026 verankert werden und im Herbst 2026 vom Gemeinderat beraten werden.
Rückgang einkalkuliert
Grundsätzlich sind die Einnahmen aus der Gewerbesteuer von einer starken Schwankung betroffen. So bewegten sich diese in Esslingen in den vergangenen Jahren in einer Spanne zwischen 50 und 150 Millionen Euro, abhängig von der wirtschaftlichen Lage. Daher kalkuliert die Stadt Esslingen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer seither mit dem Durchschnittsertrag der vergangenen zehn Jahre.
„Beim kürzlich verabschiedeten Doppelhaushalt 2026/2027 sind wir bereits davon ausgegangen, dass es bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer zu einem deutlichen Rückgang kommt und maximal der 10-Jahres-Durchschnitt erzielt wird“, sagt Erster Bürgermeister Ingo Rust, der für die Finanzen zuständig ist. „Trotz dieser kalkulierten Rückgänge konnten wir damit einen genehmigungsfähigen Haushalt für die kommenden zwei Jahre aufstellen. Diesen werden wir nun nochmals deutlich nachschärfen.“
Büro des Oberbürgermeisters
