Allgemeine Verwaltung
In der Stadtverwaltung überprüfen wir im Zuge der Konsolidierung Abläufe, Strukturen und Standards. Freiwillige Leistungen werden reduziert, Prozesse gebündelt und Budgets angepasst. Hier finden Sie die konkreten Vorschläge aus dem Fachbereich Verwaltung – übersichtlich nach Themen sortiert.
Im Verantwortungsbereich des Oberbürgermeisters schlägt die Verwaltung vor, durch Einsparungen bei Sach- und Personalkosten bis 2029 insgesamt rund 2.420.695 € einzusparen.
Vorschläge Verwaltungsspitze
Städtische Kommunikation
Im Bereich der städtischen Kommunikation werden sowohl Personal- als auch Sachkosten reduziert. Die Einsparungen ergeben sich dabei überwiegend aus organisatorischen und prozessbezogenen Veränderungen. Die finanziellen Einsparungen entstehen vor allem durch:
- eine Reduzierung der Personalkosten durch effizientere Abläufe in der Kommunikationsarbeit
- den Wegfall bzw. die Reduzierung von Projektaufgaben, insbesondere im Zusammenhang mit Sonderprojekten wie dem Stadtjubiläum
- geringere Sachkosten durch reduzierte Budgets für laufende Geschäftsausgaben und eingeschränktere Handlungsspielräume
Davon ausgehend, dass die Standardkommunikation künftig überwiegend digital erfolgt, können viele Prozesse vereinfacht und Ressourcen eingespart werden.
Beispiele:
- Einsatz von KI und digitalen Tools
- Layout-Vorschlagsassistenten und Template-Systeme vereinfachen und beschleunigen Arbeitsabläufe
- Ein interdisziplinäres Newsroom-Team bündelt die Kommunikation und arbeitet eng mit allen Fachämtern zusammen.
Zielgruppenspezifische Informationen werden weiterhin auch in gedruckter Form bereitgestellt, jedoch in deutlich kleineren Auflagen.
Die Beendigung des Amtsblatts ist derzeit nicht Teil der Konsolidierungsmaßnahmen. Der bestehende Vertrag läuft bis Ende 2027.
Einsparpotential bis 2029
-170.195 €
Sonderaufgaben
Städtische Printprodukte und Briefsendungen
Die Stadt reduziert schrittweise Ausgaben für gedruckte Informationsmaterialien und Briefsendungen. Künftig soll die Kommunikation stärker digital erfolgen. Die Gesamteinsparung beträgt hierbei ca. 22% des Gesamtbudgets.
Printprodukte
- Printprodukte wie Flyer, Broschüren oder Plakate werden schrittweise reduziert, die Standardkommunikation erfolgt künftig überwiegend digital
- Wichtige Informationen erscheinen für Zielgruppen, die digitale Angebote nicht oder nur eingeschränkt nutzen, weiterhin in gedruckter Form, jedoch in kleinerer Auflage
Briefsendungen
- digitale Kommunikationswege ersetzen physischen Briefverkehr, wo dies möglich und sinnvoll ist
- das zentrale Portobudget kann dadurch reduziert werden
Einsparpotential bis 2029
-135.250 €
Telefonzentrale
Die persönliche Weiterleitung von Anrufen im Telefondienst soll schrittweise durch eine technische Lösung ergänzt werden. Ziel ist ausschließlich eine sozialverträgliche schrittweise Reduzierung der Personalkosten durch:
- Einsatz technischer Lösungen in Randzeiten sowie bei Krankheits- oder Ausfallzeiten
Die zentrale Rufnummer der Stadtverwaltung bleibt weiterhin bestehen, Anrufende werden auch künftig an die zuständigen Stellen weitergeleitet und erhalten Hinweise auf wichtige Informationsquellen der Stadt, beispielsweise die städtische Webseite.
Einsparpotential bis 2029
-119.158 €
Städtepartnerschaften und Repräsentationen
Im Bereich Städtepartnerschaften und repräsentative Veranstaltungen werden die Personal- und Sachmittelbudgets schrittweise reduziert.
Bereich Städtepartnerschaften
- Stellenumfang der Abteilungsleitung für Städtepartnerschaften wird auf 80 % reduziert
- das Sachkostenbudget wird schrittweise reduziert
- auf zusätzliche Mittel im Rahmen des Stadtjubiläums wird verzichtet
- vorhandene Förderprogramme sollen deutlich stärker genutzt werden, um die Verringerung des Sachkostenbudgets möglichst vollständig auszugleichen
- Digitale Austauschformate sollen künftig stärker ausgebaut werden, der persönliche („analoge“) Austausch spielt jedoch weiterhin eine wichtige Rolle
Bereich Repräsentationen
Für Empfänge und repräsentative Veranstaltungen steht künftig weniger Budget zur Verfügung. Betroffen sind beispielsweise:
- Neujahrsempfang
- Neubürgerempfang
- Schwörzeremonie
- Volkstrauertag
Auf repräsentative Veranstaltungen wird nicht grundsätzlich verzichtet, allerdings sollen die Aufwendungen, beispielsweise durch ein angepasstes Catering oder einen insgesamt einfacheren Rahmen, reduziert werden,
Einsparpotential bis 2029
-59.153 €
Geschäftsaufwendungen des Oberbürgermeisters und der Bürgermeister
Reduzierung der Budgets für Geschäftsaufwendungen im laufenden Betrieb des Oberbürgermeisters und der Bürgermeister um ca. 50%.
Beispiele:
- Leitungskonferenzen und -klausuren
z.B. fand die Leitungsklausur im Jahr 2026 statt in einem Hotel, in einem kirchlichen Tagungszentrum statt - Einladungen und die Bewirtung externer Gäste sowie Präsente und Spenden
- nicht planbare, zusätzliche Empfänge und Veranstaltungen
Einsparpotential bis 2029
-56.449 €
Referat für Chancengleichheit
Reduzierung von Sach- und Personalaufwendungen durch organisatorische und prozessuale Optimierungen, angepasste Standards und Priorisierungen sowie einen stärkeren Fokus auf Kernaufgaben.
Beispiele:
- Frauenförder- und Gleichstellungspläne umsetzen
- Unterrepräsentanz von Frauen abbauen
- Gleichstellung bei Personalentscheidungen
Einsparpotential bis 2029
-16.130 €
Sachaufwand für den Gemeinderat
Das Budget der Geschäftsstelle des Gemeinderats wird um rund 10 % des bisherigen Gesamtbudgets reduziert.
Beispiele:
- weniger Budget für Bewirtungen und kleine Ausklänge nach Sitzungen sowie für Klausurtagungen oder Exkursionen
- weniger Spielraum für ungeplante zusätzliche Maßnahmen wie zum Beispiel die Verlegung von Gemeinderatssitzungen an andere Veranstaltungsorte oder Livestreaming
- Weihnachtsgeschenke für die Mitglieder des Gemeinderats entfallen
Einsparpotential bis 2029
-13.500 €
Balkonpflanzen und Innenraumbegrünung am / im Neuen Rathaus
- Ab 2026 entfallen die bisherigen Kosten für die Balkonbepflanzung am Neuen Rathaus sowie am angrenzenden Dekanatsgebäude.
- Ab 2027 wird außerdem die bisher externe Pflege der Innenraumbegrünung eingestellt. Die Arbeiten werden künftig teilweise selbst übernommen.
Dadurch entstehen geringere Ausgaben für externe Dienstleister. Die tatsächliche Einsparung ergibt sich somit vor allem aus den niedrigeren Kosten für externe Leistungen.
Vorschläge weiterer Organisationseinheiten
Personalverwaltung
Reduzierung von Angeboten / Aufgabenwahrnehmung im Bereich Arbeitgebermarke und Personalmanagement
- Reduzierung des Sachmittelbudgets z.B. durch
- Streichung des zweijährigen Mitarbeiterfests
- Kürzung von Fortbildungs-, Coaching- und Qualifizierungsangeboten
- Streichung des Programms „Mitarbeitende werben Mitarbeitende“
- Reduzierung von Ausschreibungskosten
- Wegfall des Kantinenzuschusses
- Reduzierung der Personalaufwendungen z.B. durch
- weitere Digitalisierung, Verschlankung und Aufgabenumverteilung bei der Gehaltsabrechnung
- Aufgabenverschlankung und –umverteilung bei der Personalbetreuung
- Reduzierung des BEM-Angebots (Betriebliches Eingliederungsmanagement)
- weitere Digitalisierung, Verschlankung und Aufgabenumverteilung bei der Gehaltsabrechnung
Einsparpotential bis 2029
-708.099 €
Rechts- und Grundstücksangelegenheiten
Veranstaltungsgebäude in städtischem Besitz
- durch Verschiebung / Budgetstraffung bei der Instandhaltung
- Notwendige aber nicht dringende Sanierungen der Osterfeldhalle werden teilweise verschoben und die Zeitschiene dafür wird gestreckt.
- Umverteilung von Aufgaben auf höherwertige Stellen
- Absenkung der Prüfungsdichte in der Revision
Straffung des Sachkostenbudgets und Prozessoptimierung
- im Justiziariat durch
- Einsparmaßnahmen bei Arbeitsmitteln und reduzierten externen Leistungen
- zugleich Optimierung der Aufgabenerledigung durch stärkere interne Wahrnehmung gerichtlicher Vertretungen
- Reduzierung bzw. Umverteilung einzelner Aufgabenin den Bereichen interne Verwaltungsbücherei und Rechnungsbearbeitung
- in der Liegenschaftsverwaltung durch
- Reduzierung der Sachaufwendungen entsprechend den Ergebnissen der Vorjahre und veränderten Bedarfen, insbesondere bei Maßnahmen und Gutachten im Zusammenhang mit
- der Flandernhöhe
- bei Anpachtungen von Stellplätzen und Objektankäufen
- im Personalbereich
- Nutzung von Effizienzpotenzialen durch Umorganisation der Grundstückssachbearbeitung
- optimierte Aufgabenwahrnehmung sowie Wegfall unbesetzter Stellenanteile
- Reduzierung der Sachaufwendungen entsprechend den Ergebnissen der Vorjahre und veränderten Bedarfen, insbesondere bei Maßnahmen und Gutachten im Zusammenhang mit
Einsparpotential bis 2029
-478.539 €
Amt für Revision
Durch den Umzug in städtische Räumlichkeiten können die Miet- und Nebenkosten im vierstelligen Bereich gesenkt werden.
Die Reduzierung und Neuorganisation von Aufgaben führt zu rund 21% Einsparung bei den Personalkosten:
- Die Amtsleitung nimmt weniger an überörtlichen Gremien teil.
- Im Bereich der Assistenz werden Aufgaben stärker auf höherwertige Stellen verlagert.
- In der Finanzprüfung (z. B. bei Prüfungen im Kernhaushalt und bei Eigenbetrieben) wird weniger intensiv geprüft.
Einsparpotential bis 2029
-188.606 €
Feuerwehr
Wirtschaftsförderung
Im Zuge aktueller Anpassungen werden verschiedene Leistungen und Aktivitäten reduziert bzw. eingestellt:
- die Gründungsberatung erfolgt in geringerem Umfang
- die Kooperationsvermittlung erfolgt in geringerem Umfang
- die Unterstützung des Makers League e.V. bei Projekten und Veranstaltungen erfolgt in geringerem Umfang
- das WLAN in der Innenstadt wird nach dem Stadtjubiläum 2027 eingestellt
- das Netzwerk zur regionalen Lebensmittelproduktion wird eingestellt
- Fokussierung des Stadtteilmanagements auf bestehende Strukturen
- der Aufbau neuer Netzwerke wird vorerst nicht weiter verfolgt