„Das Thema Älterwerden ist näher, als man denkt“
Am 6. November findet im Einkaufszentrum „Das ES“ der Aktionstag „Vorsorge und Gesundheit im Alter“ statt. Bürgermeister Yalcin Bayraktar erklärt, warum das Thema nicht nur für Seniorinnen und Senioren von Bedeutung ist.

Warum veranstaltet die Stadt Esslingen einen Aktionstag zu "Vorsorge und Gesundheit im Alter"?
2024 haben wir bei der Stadt Esslingen unsere Vorsorgekampagne gestartet. Unser Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürger frühzeitig einen Zugang zu Themen rund um Vorsorge, Gesundheit und das Älterwerden zu ermöglichen.
Denn wer sich rechtzeitig informiert, kann die eigene Zukunft aktiv mitgestalten. Unser Motto „Gut vorbereitet in die Zukunft. Vorsorge entdecken, Lebensqualität stärken“ bringt diesen Gedanken auf den Punkt. Vorsorge ist wichtig und oft können kleine Schritte zum richtigen Zeitpunkt viel bewirken.
In diesem Jahr gehen wir dafür bewusst dorthin, wo viele Menschen ohnehin unterwegs sind: ins Einkaufszentrum „Das ES“. Dort können Besucherinnen und Besucher verschiedene Angebote kennenlernen und direkt ausprobieren. Ergänzend bietet der Digital Health Truck der Bosch-Stiftung auf dem Bahnhofsvorplatz die Möglichkeit, sich mit Gesundheit und digitalen Anwendungen zu beschäftigen.
Weshalb lohnt es sich, den Aktionstag am 6. November zu besuchen?
Ich kann gut nachvollziehen, dass man Themen rund um Gesundheit, Älterwerden und Vorsorge gerne vor sich herschiebt. Trotzdem lohnt es sich, frühzeitig Regelungen zu treffen und sich zu informieren. Denn wer vorsorgt, schafft wichtige Voraussetzungen für ein möglichst selbstbestimmtes Älterwerden.
Beim Aktionstag stellen die Stadtverwaltung Esslingen, das Klinikum Esslingen, Vereine und Engagierte ihre Angebote vor – von Beratung über Bewegung, Ehrenamt und Freizeit bis hin zu Digitalisierung und barrierefreiem Wohnen. Dabei geht es auch ums Ausprobieren: etwa mit einem Alterssimulationsanzug, bei den Bewegungstreffs oder einer Blutzuckermessung. Auch Beratungstermine können direkt vereinbart werden.
Vielleicht entdecken die Besucherinnen und Besucher dabei ein Angebot, das sie bisher noch nicht kannten und nehmen eine Anregung für den eigenen Alltag mit nach Hause.
Warum ist der Aktionstag auch für jüngere Menschen interessant?
Das Thema Älterwerden ist manchmal näher, als man denkt. Vielleicht brauchen die eigenen Eltern oder andere Angehörige bald Unterstützung oder Pflege. Dann ist es hilfreich zu wissen, welche Möglichkeiten es gibt, wo man Hilfe bekommt und an wen man sich wenden kann.
Auch für die eigene Zukunft lohnt es sich, frühzeitig über Gesundheit und Vorsorge nachzudenken. Wer sich rechtzeitig kümmert, kann vieles in Ruhe angehen und eigene Entscheidungen treffen.
Der Aktionstag bietet allen Esslingerinnen und Esslingern die Möglichkeit, sich zu informieren – für die eigene Zukunft und für die Menschen, die ihnen wichtig sind.
Was sind Ihre persönlichen Tipps, um für das Alter und die eigene Gesundheit vorzusorgen?
Für mich gehören idealerweise drei Dinge zusammen: Selbstbestimmung, soziale Kontakte und Aktivität.
Bei Themen wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Pflegeangeboten oder der eigenen Wohnsituation möchte ich jetzt schon selbst bestimmen können, wie die Zukunft für mich aussehen kann. Genauso wichtig sind für mich geistige Aktivität und Kontakte zu Freunden und Familie, nicht nur am Telefon, sondern auch im persönlichen Austausch. Bewegung und eine ausgewogene Ernährung gehören natürlich dazu. Zugegeben, das gelingt mir nicht immer, aber ich bleibe dran.
Deshalb empfehle ich auch allen, den Aktionstag am 6. November zu besuchen und sich dazu Anregungen zu holen. Er bietet die unkomplizierte Gelegenheit, mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen sowie konkrete Angebote kennenzulernen und auszuprobieren.
Büro des Oberbürgermeisters
