Wie es mit den Klimabäumen vorangeht

Dank eines Bundesförderprogramms pflanzt die Stadt Esslingen 200 neue Bäume. Die ersten Baumaßnahmen für Baumpflanzungen starten bereits im Mai, zudem gibt es in den Stadtteilen Infotermine für Bürgerinnen und Bürger.

Neu gepflanzte Bäume am Rand der Eberhard-Bauer-Straße

Der offizielle Startschuss war im Herbst, jetzt geht es konkret los: In der Klosterallee in Weil werden ab Mitte Mai zwölf Beete für die ersten Esslinger Klimabäume vorbereitet. Insgesamt pflanzt die Stadt Esslingen in den kommenden drei Jahren bis zu 200 neue Bäume in den besonders durch Hitze belasteten Tallagen.

Möglich wird diese Maßnahme durch Fördergelder in Höhe von 2,25 Millionen aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“. Weitere 750.000 Euro investiert die Stadt Esslingen, sodass insgesamt drei Millionen Euro für Baumpflanzungen zur Verfügung stehen.

Die nächsten Schritte

Das Programm wird dieses Jahr in Mettingen, Weil und der Pliensauvorstadt umgesetzt; im kommenden Jahr stehen Oberesslingen sowie Zell im Fokus und nach dem Stadtjubiläum werden im Jahr 2028 weitere Bäume in der Innenstadt gepflanzt.

Die meisten Standorte befinden sich in Wohnstraßen, in denen die neu gepflanzten Bäume in bisher schattenlosen und von Hitze geplagten Bereichen für Kühlung sorgen werden. Für die Baumstandorte werden Sperrflächen, Verkehrsinseln und bestehende Beete genutzt. „Es werden auch einzelne Parkplätze wegfallen“, sagt Florian Pietsch, der das Projekt im Grünflächenamt leitet. Alle Standorte, die nun umgesetzt werden, wurden im Vorfeld umfassend geprüft – dabei waren Tiefbau- und Ordnungsamt, Feuerwehr, Denkmalschutz sowie die Leitungsträger beteiligt.

In den vergangenen Wochen hat die Stadtverwaltung die dieses Jahr anstehenden Tiefbaumaßnahmen, alle Pflanzarbeiten sowie notwendige archäologische Voruntersuchungen in der Innenstadt ausgeschrieben und vergeben. „Mit den Ergebnissen sind wir sehr zufrieden, wir halten den finanziellen Rahmen ein“, berichtet Pietsch. Im Frühjahr und Sommer sollen insgesamt 65 Standorte in Mettingen, Weil und der Pliensauvorstadt baulich vorbereitet werden, die Baumpflanzungen finden anschließend im Herbst statt. Mit den archäologischen Voruntersuchungen werden zugleich die Weichen für die Baumpflanzungen in der Innenstadt gestellt.

Resistente Bäume

Bereits ausgewählt wurden auch die Baumarten, die im Zuge des Bundesförderprogramms gepflanzt werden. Damit die Bäume tatsächlich für Schatten sorgen, wurden für das Projekt Arten mit großen Kronen ausgewählt, die außerdem Hitze vertragen und mit denen in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen gemacht wurden. Zudem wurden bei der Auswahl die verschiedenen Standortbedingungen berücksichtigt. „Wir werden Ulmen pflanzen, heimische Arten wie Feld- und Spitzahorn, aber auch der japanische Schnurbaum, der mit Hitze sehr gut klarkommt“, erläutert Florian Pietsch.

Er ist mit dem Start des Baumprojekts sehr zufrieden: „Durch unseren dezentralen Ansatz kommen wir sehr schnell in die Umsetzung und können zügig dafür sorgen, dass es im Sommer durch neue schattenspendende Bäume in der Tallage kühler und angenehmer wird.“ Damit ist das Projekt ein wichtiger Baustein für die Zukunft Esslingens: „Wir sind sehr dankbar, dass wir in Zeiten knapper Kassen mit Hilfe des Bundes einen großen Schritt in Richtung Klimafolgenanpassung gehen können“, sagt Bürgermeister Hans-Georg Sigel.

Infoveranstaltungen in den Stadtteilen

Die Projektverantwortlichen der Stadt Esslingen werden das Bundesförderprogramm sowie die geplanten Maßnahmen in den Stadtteilen vorstellen, in denen dieses Jahr gepflanzt wird. An den folgenden Terminen können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger vorbeikommen und sich über die Maßnahmen informieren:

  • Am Mittwoch, 6. Mai, wird um 17:30 Uhr in der öffentlichen Sitzung des Bürgerausschusses Pliensauvorstadt (Mehrgenerationenhaus) berichtet
  • Am Freitag, 8. Mai, sind Projekt- und Amtsleiter zu Gast beim Bürgerausschuss Mettingen, Weil, Brühl. Die Sitzung beginnt um 17:30 Uhr im Quartierszentrum Mettingen

Weitere Informationen

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(Erstellt am 23. April 2026)