Diversity-Tag in Esslingen gefeiert

Vielfalt ist in Esslingen längst Alltag: Zum Deutschen Diversity-Tag kamen Menschen aus Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft im Zentrum für Arbeit und Kommunikation des Vereins für Sozialpsychiatrie (ZAK) zusammen. 

Menschengruppe hält Plakate hoch

Zwischen Gesprächen vor dem Eingang und neugierigen Blicken auf das neu gestaltete Schaufenster des Zentrums für Arbeit und Kommunikation (ZAK) wurde am Dienstag in Esslingen schnell deutlich: Beim Deutschen Diversity-Tag ging es nicht um abstrakte Begriffe, sondern um den Alltag einer vielfältigen Stadtgesellschaft. Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Kommunalpolitik und Stadtgesellschaft kamen im ZAK zusammen, um über gelebte Vielfalt, Teilhabe und den Umgang miteinander ins Gespräch zu kommen. Veranstaltet wurde der Diversity-Tag von der Stadt Esslingen gemeinsam mit dem Zentrum für Arbeit und Kommunikation des Vereins für Sozialpsychiatrie. 

ZAK feiert Jubiläum

Dass der Esslinger Diversity-Tag im ZAK stattfand, war eine bewusste Entscheidung. Das Zentrum steht seit 50 Jahren für gesellschaftliche Teilhabe und dafür, Menschen nicht auf Einschränkungen oder Zuschreibungen zu reduzieren. „Wir haben hier mit unseren Werkstätten auf 1000 Quadratmetern die größte Tagesstätte in Deutschland und feiern in diesem Jahr unser Jubiläum“, sagte ZAK-Leiterin Angelique Miksa. Oberbürgermeister Matthias Klopfer machte in seinem Grußwort deutlich, dass Vielfalt längst Realität sei – in der Stadtgesellschaft sowie in der Arbeitswelt. „Die entscheidende Frage ist nicht, ob Vielfalt existiert, sondern wie wir ihr begegnen“, sagte er. Esslingen sei geprägt von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Generationen und Lebensrealitäten. Diese Vielfalt müsse sich deshalb auch in Verwaltung und öffentlichem Handeln widerspiegeln. Die Verwaltung verstehe sich als Dienstleisterin für alle Bürgerinnen und Bürger – und müsse die unterschiedlichen Perspektiven und Bedürfnisse der Stadtgesellschaft mitdenken. Hintergrund der Veranstaltung ist unter anderem die Unterzeichnung der Charta der Vielfalt durch die Stadt Esslingen im vergangenen Jahr. Damit setzt die Stadt ein sichtbares Zeichen für Offenheit, Chancengleichheit und ein respektvolles Miteinander. Gerade angesichts des demografischen Wandels, der gesellschaftlichen Transformation und wachsender Anforderungen an die öffentliche Verwaltung brauche es unterschiedliche Perspektiven und den bewussten Abbau von Barrieren.

Neues Schaufenster

Im Mittelpunkt des Diversity-Tags stand deshalb die Frage, wie Vielfalt im Alltag sichtbarer gemacht werden kann. Dazu trägt  auch das neu gestaltete Schaufenster bei, das sich bewusst an Passantinnen und Passanten auf der Straße richtet. Die interaktive Gestaltung lädt dazu ein, sich mit unterschiedlichen Lebensrealitäten und unsichtbaren Hürden auseinanderzusetzen. 
Vielfalt solle nicht abstrakt bleiben, sondern im täglichen Leben wahrnehmbar werden. Wie Klopfer betonte, sei Vielfalt kein Zusatzprojekt und kein „nice to have“. Vielmehr sei sie eine Voraussetzung dafür, dass die Stadtgesellschaft auch künftig offen und zukunftsfähig bleibe. 

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(Erstellt am 21. Mai 2026)