Erweiterungsbau an Eichendorffschule beschlossen

Die Stadt Esslingen treibt den Ausbau der Ganztagsbetreuung an Grundschulen weiter voran: Der Gemeinderat hat den Projektbeschluss zur Erweiterung der Eichendorffschule gefasst.

Eichendorffschule

Geplant sind zusätzliche Räume für Betreuung und Unterricht sowie eine eigene Mensa. Damit schafft die Stadt wichtige Voraussetzungen für den künftigen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter.

Die aktuell 2,25-zügige Eichendorffschule – plus Grundschulförderklasse, Vorbereitungsklasse und Inklusionskinder – soll zukünftig in eine Ganztagsgrundschule in Wahlform umgewandelt werden. Schon heute werden dort Räume mehrfach genutzt, weil es an Platz für die Grundschulbetreuung fehlt. Außerdem gibt es bislang keine Mensa und keine Fachräume für Musik oder kreatives Arbeiten. Ohne Mensa ist derzeit ein weiterer Ausbau der 16-Uhr-Betreuung nicht möglich, zudem kann im Frühbereich keine weitere Gruppe eingerichtet werden, da ein zusätzlicher Gruppenraum fehlt.

Erweiterung des Schulgebäudes geplant

Um die Situation zu verbessern, soll das Schulgebäude erweitert werden. Vorgesehen sind unter anderem eine Mensa mit Küchen- und Nebenräumen, drei zusätzliche Klassenzimmer, ein Raum für Ganztagsbetreuung, zwei Fachräume für Musik und Kreativangebote sowie ein Besprechungsraum. Außerdem sind ein Sanitätsraum, eine Fläche für Lehr- und Lernmittel, ein barrierefreies WC sowie barrierefreie Zugänge mit Aufzug geplant. „Um moderne pädagogische Konzepte zu unterstützen, setzen wir neben den Klassenräumen auch Differenzierungsflächen um“, sagt Rainer Sorg, Abteilungsleiter Projekt- und Energiemanagement, Städtische Gebäude (SGE). „Diese ermöglichen beispielsweise Gruppen- oder Einzelarbeit, während die Lehrkräfte, die Schülerinnen und Schüler durch einen Sichtbezug im Blick haben.“ Das geplante offene Foyer erhält Sitzstufen und kann so auch für Veranstaltungen oder Elternabende genutzt werden.

Neubau Querschnitt

Der Querschnitt zeigt die Planung des Neubaus.

Förderung durch den Bund

Die bisherige Gesamtkostenannahme von 3,5 Millionen Euro, die aus dem Jahr 2023 stammt, basiert noch auf 800 Quadratmetern Bruttogrundfläche für das Raumprogramm. Schule, Schulamt und SGE haben das künftig erforderliche Raumprogramm gemeinsam erarbeitet. Daraus ergibt sich nun ein tatsächlicher Schulraumbedarf von rund 1.100 Quadratmetern Bruttogrundfläche, eine belastbare Kostenermittlung erfolgt im Rahmen der Entwurfsplanung.
Ein großer Teil kann über das Ganztagsförderprogramm des Bundes finanziert werden. Der bewilligte Zuschuss beträgt 2,56 Millionen Euro und deckt damit etwa 70 Prozent der Kosten ab. Die Bauarbeiten sollen nach aktuellem Stand Mitte 2027 beginnen. Die Fertigstellung ist frühestens Ende 2028 vorgesehen.

Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung

Der Bund hat 2021 das Ganztagsförderungsgesetz beschlossen. Ab dem Schuljahr 2026/2027 wird der Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung schrittweise eingeführt – zunächst für Erstklässlerinnen und Erstklässler. Vorgesehen ist eine Betreuung an fünf Tagen pro Woche mit bis zu acht Stunden täglich, auch während der Ferienzeiten. Der Bund fördert den Ausbau der Ganztagsbetreuungsplätze und stellt den Ländern dafür bis zu 3,5 Milliarden Euro für Investitionen bereit.

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(Erstellt am 27. Mai 2026)