In großen Schritten zum neuen Wohnzimmer

Zwar leuchteten die Blätter der großen Kastanien rings um den Marktplatz schon gelb und rot, die Temperaturen kletterten gerade so über 10 Grad Celsius und die Sonne tauchte nur ab und zu hinter der Stadtkirche auf – doch als vergangene Woche zum ersten Mal das neue Fontänenfeld auf dem Marktplatz probeweise in Betrieb genommen wurde, war dort trotzdem sofort ein Hauch von Sommer zu spüren.

Wasserfontäne auf dem Marktplatz, im Hintergrund das Neue Rathaus

Insgesamt 24 dieser Fontänen finden sich auf dem neuen Platz, der künftig zum Wohnzimmer der Stadt werden soll. Diese erstrecken sich, aufgeteilt in zwei einzelne Felder mit zehn und 14 Düsen, etwa von der Einfahrt zur Tiefgarage Kleiner Markt bis zur Ecke in Richtung Neues Rathaus. 

„Dieses Fontänenfeld trägt künftig entscheidend dazu bei, den Platz an heißen Sommertagen abzukühlen“, freut sich Hans-Georg Sigel, Bürgermeister für Stadtentwicklung, Bauen, Infrastruktur und Umwelt. „Zusammen mit neuen Bäumen und dem Pflasterbelag, auf dem Niederschlag versickern kann, passen wir den neuen Marktplatz bestmöglich an das Klima der Zukunft an.“

Vielfältiges Wasserspiel

Bereits im vergangenen Winter wurde die dazugehörige, sogenannte Brunnenstube unterhalb der Platzoberfläche eingebaut. Von dort wir das Fontänenfeld mit Wasser und Strom versorgt. Künftig ist das Wasserspiel sehr flexibel einsetzbar: Zum einen können die beiden Felder unabhängig voneinander angesteuert werden – also könnte beispielsweise während kleinerer Veranstaltungen auch nur ein Fontänenfeld laufen.

Zum anderen kann jede Düse einzeln angesteuert und programmiert werden, sodass die unterschiedlichsten Variationen denkbar sind. Mit einer Maximalhöhe von mehreren Metern, die das Wasser in die Höhe schießt, ist in Zukunft für Klein und Groß einiges geboten. Gleichzeitig wird das Fontänenfeld während des Wochenmarkts oder anderer Veranstaltungen auf dem Marktplatz natürlich abgeschalten.

Pflasterarbeiten weit fortgeschritten

Auch darüber hinaus passiert auf der Baustelle derzeit so einiges: In dieser Woche wurden etwa die letzten, großen Stelen zur Beleuchtung montiert. Neben den Altstadtleuchten, die rings um den Platz für historisches Flair sorgen, kommen diese bei großen Events zum Einsatz, wenn die Veranstaltungsfläche etwa bei Veranstaltungsende geräumt werden muss.

Derweil werden die Pflasterarbeiten vor den Gastronomiebetrieben am westlichen Rand weiter fortgesetzt, die bis zum Aufbau des Weihnachtsmarkts fertiggestellt werden sollen. Auch die Pflasterflächen vor der Stadtkirche und in Richtung Abt-Fulrad-Straße sind bereits fertiggestellt. Und während in der kommenden Woche vor dem Münster St. Paul eine neue Kastanie gepflanzt wird, die künftig Schatten spendet, wird in Richtung Rathausplatz noch ein weiteres Sitzelement eingebaut, auch die großzügige Liegefläche rund um das Baumbeet vor der Stadtinformation wird noch montiert.

Ansonsten arbeiten die Trupps auf dem Marktplatz demnächst daran, die Schachtabdeckungen und die weitere Infrastruktur soweit herzustellen, dass der Weihnachtsmarkt wie gewohnt auf dem Marktplatz stattfinden kann. Dazu werden die Bauarbeiten dann für einige Wochen unterbrochen – und die neue Infrastruktur mit modernster Stromversorgung direkt auf dem Platz kommt noch nicht voll zum Einsatz. Daher wird es in diesem Jahr zum letzten Mal ein paar der gewohnten Kabelkanäle und Stormleitungen quer über den Platz geben.

Arbeiten liegen im Zeit- und Kostenrahmen

Insgesamt kommen die Bauarbeiten auf dem Marktplatz übrigens so gut und zügig voran, dass der Gemeinderat bereits im September eine vorzeitige Auszahlung in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro genehmigte. Insbesondere die größten Positionen, die Pflasterarbeiten und der Leitungsbau, konnten schon in diesem Jahr weitgehend fertiggestellt werden. Das Gesamtbudget von rund 9,7 Millionen Euro für die Neugestaltung des Platzes hat sich jedoch nicht erhöht.

Direkt nach dem Weihnachtsmarkt nehmen die Bauarbeiten dann wieder Fahrt auf. „Wir liegen bei der Neugestaltung des Marktplatzes aktuell sehr, sehr gut in der Zeit“, freut sich Hans-Georg Sigel. „Gleichzeitig können wir den angepeilten Kostenrahmen einhalten und freuen uns demzufolge schon jetzt auf die offizielle Einweihung des Esslinger Wohnzimmers im Frühjahr 2027.“

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(Erstellt am 21. Oktober 2026)