Frühling auf dem Friedhof

Neuer Bagger im Einsatz, Feierstunde für die sanierte Trauerhalle am Friedhof Hegensberg und das Friedhofsteam bittet Besucherinnen und Besucher des Friedhofs um Rücksichtnahme an diesem besonderen Ort.

Die neue Trauerhalle auf dem Friedhof Hegensberg.

Trauerhalle auf dem Friedhof Hegensberg

Wenn der blühende Krokus im Frühjahr einen lilafarbenen Tep­pich bildet, wenn die mächtigen Bäume im Sommer willkom­menen Schatten bieten oder im Herbst das bunte Laub eine besondere Stimmung verbreitet – immer dann ist der Ebershaldenfriedhof ein Ort, um die Seele baumeln zu lassen. Doch auch wenn dieser oder einer der anderen Esslinger Friedhöfe zum Spazierengehen einlädt, so ist das Gelände doch auch immer und in erster Linie ein Friedhof. Ein Ort, an dem geliebte Menschen beerdigt werden und Trauer seinen Platz hat.
Das sollte man sich immer wieder in Erinnerung rufen, wenn man sich auf dem Friedhof bewegt“, sagt Juliana Klein, Leiterin der Abteilung Friedhöfe und Bestattungen.

Verhaltensregeln auf den Esslinger Friedhöfen

Deswegen haben sie und ihr Team auch ein paar Bitten an die Besu­cherinnen und Besucher der Ess­linger Friedhöfe. „Wir sehen im­mer wieder Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer mit ihren Vier­beinern auf unseren Friedhöfen“, sagt Juliana Klein. Das ist laut Satzung nicht erlaubt – aus meh­reren nachvollziehbaren Gründen. Der wichtigste: „Es gibt viele Men­schen, die sich vor Hunden fürch­ten. Wir möchten auf keinen Fall, dass sich jemand wegen dieser Angst nicht zu einem Grab traut oder in der Trauer gestört wird.“ Zum anderen soll unbedingt ver­mieden werden, dass Hunde Grab­steine markieren oder sich an den Gräbern erleichtern. „Assis­tenzhunde sind davon selbstver­ständlich ausgenommen und dür­fen auf den Friedhof mitgebracht werden“, betont Juliana Klein.

Vermehrt beobachtet das Fried­hofsteam auch, dass Menschen mit ihrem Auto bis zum Grab fah­ren – zum Beispiel, um Gartenma­terial zu transportieren. Dabei hin­terlassen sie oft Spuren auf dem angrenzenden Grün. Das Befah­ren der Friedhofswege ist übri­gens nur mit Ausnahmegeneh­migung erlaubt und meist nicht notwendig: „Wir haben an allen Friedhöfen kleine Handwagen, mit denen man Erde oder Pflan­zen gut transportieren kann“, er­läutert Juliana Klein.

Übrigens: auch Zweiräder sind auf den Friedhofswegen nicht er­laubt. Juliana Klein appelliert an die Radfahrerinnen und Radfah­rer, ihr Gefährt über den Friedhof zu schieben: „Viele sind einfach zu schnell mit dem Rad unterwegs – und könnten gerade ältere Besu­cherinnen und Besucher gefähr­den.“ Rücksichtnahme ist auch in anderer Hinsicht auf dem Fried­hof gefragt. Da die Leitungen nicht frostsicher sind, war das Wasser über die Wintermonate abgestellt. In diesen Tagen wur­den die Brunnen auf dem Friedhof wieder in Betrieb genommen. Für die kommenden Monaten hat Ju­liana Klein eine große Bitte: „Es ist wichtig, dass das Wasser auf dem Friedhof nur zum Gießen der Grä­ber verwendet wird und dabei auf einen sparsamen Verbrauch geachtet wird.“ Auch bittet das Friedhofsteam darum, dass nur Pflanzenreste der Gräber auf den Grüngutabfallbereichen entsorgt werden: „Wir finden dort manch­mal zerkleinerte Bäume und an­dere Abfälle, die eher aus dem hei­mischen Garten stammen.“ Alle diese Regeln dienen zum einen dafür, „dass der Friedhof ein Ort der Ruhe und Besinnung bleibt“, sagt Juliana Klein. Zum anderen treiben unter anderem Wasserver­brauch, aber auch Müllentsorgung die Kosten der Friedhöfe unnötig in die Höhe.

Neuer Bagger

Gebaggert wird auf den Esslinger Friedhöfen eine ganze Menge: Je­des Jahr werden die Gräber für mehr als 200 Sargbestattungen sowie mehr als 600 Urnenbestat­tungen vor- und nachbereitet. Da­bei kann das städtische Friedhofs­team seit kurzem auf einen neuen Bagger zurückgreifen. 

Er ersetzt ein zwölf Jahre altes Modell, das in den vergangenen Jahren sehr re­paraturanfällig geworden ist. Der neue Bagger bringt nicht nur eine größere Zuverlässigkeit in den Ar­beitsalltag, er stößt auch weniger Emissionen aus, ist ruhiger und erfüllt die aktuellen Sicherheits­standards.

Das Friedhofsteam mit Bürgermeister Sigel und dem neuen Bagger.

Das Friedhofsteam präsentiert Bürgermeister Sigel den neuen Bagger.

Zugleich ist er technisch auf dem neuesten Stand, sodass ein effizi­enteres Arbeiten möglich ist. Mit dem Bagger werden nicht nur Gräber hergestellt, das Arbeitsge­rät wird auch für die Pflege von Wegen und Grünflächen benötigt. Das Fahrzeug wird auf allen neun Friedhöfen eingesetzt und wech­selt teilweise mehrfach am Tag die Örtlichkeit. „Wir freuen uns sehr, dass mit dieser Anschaffung die tägliche Arbeit unserer Mitarbei­tenden deutlich erleichtert wird“, sagt Bürgermeister Hans-Georg Sigel.

Feierstunde auf dem Friedhof Hegensberg

Die Trauerhalle auf dem Friedhof Hegensberg wurde in den vergan­genen Monaten baulich aufgewer­tet. Der Abschluss der Sanierungs­arbeiten wird mit einer kleinen Feierstunde am Sonntag, 19. Ap­ril, um 14:30 Uhr begangen, zu der Bürgermeister Hans-Georg Sigel herzlich einlädt.

Was wurde konkret verbessert? Das undichte Dach über dem Vor­platz wurde ausgetauscht und durch eine moderne, größere Konstruktion mit Glaselementen ersetzt. Die Städtischen Gebäude Esslingen haben zudem den Sa­nitärbereich gründlich erneuert. So wurde die Toilettenanlage zu einem barrierefreien WC und ei­nem separaten WC mit Vorraum für die Friedhofbesucherinnen und -besucher umgebaut. Auch die Personalräume wurden über­arbeitet.

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(Erstellt am 17. April 2026)