Klavierabend: Musikalische Reise mit vier Händen

Von Schubert bis Tschaikowski: Am Sonntag, 11. Oktober, lädt der Freundeskreis der Musikschule zu einem Klavierabend mit Cornelia Felber und Jonathan Panter ein. 

Klavier und leere Stuhlreihen

Wenn ein Duo gemeinsam an einem Klavier spielt, müsse es eigentlich mindestens miteinander verheiratet sein: „Man muss sehr viel proben und sich sehr gut kennen, da man auch spontan und flexibel auf den anderen reagieren muss“, erklärt Pianistin Cornelia Felber. Am Sonntag, 11. Oktober, 18 Uhr, gibt sie gemeinsam mit Jonathan Panter einen Klavierabend im Melanchthonsaal der Musikschule Esslingen. Doch die beiden sind nicht miteinander verheiratet. Was sie verbindet, ist nicht nur die Liebe zum Klavier, sondern auch das gemeinsame Studium an der Musikhochschule Stuttgart. „Im Studium sind wir es gewohnt, ständig mit jemandem zu spielen“, erklärt der 21-Jährige, der im 7. Semester Klavier und im 5. Semester Musik auf Lehramt studiert. Cornelia Felber ist 28 Jahre alt und hat im Sommer ihren Master in Klavier abgeschlossen. Seit Anfang 2025 unterrichtet sie an der Musikschule Esslingen. Im Wintersemester übernimmt sie außerdem einen Lehrauftrag an der Musikhochschule Stuttgart. Im kommenden Sommersemester möchte sie dort noch einen zweiten Master in professioneller Klavierbegleitung anschließen.

Kein Vorwissen nötig: Der Abend wird moderiert

lädt zu diesem Konzert ein und freut sich auf einen besonderen Abend mit abwechslungsreicher Musik und virtuosem Klavierspiel. Die Gäste dürfen sich auf eine musikalische Reise durch das 19. und 20. Jahrhundert freuen, die bekannte Werke mit unterschiedlichen Facetten der Klaviermusik verbindet. „Wir werden den Abend auch moderieren und etwas zu den einzelnen Stücken erzählen – so, dass es für alle verständlich ist, egal, wie viel Vorwissen man mitbringt. Uns ist wichtig, dass sich Menschen jeden Alters angesprochen fühlen“, betont Cornelia Felber. Eröffnen werden sie den Abend, in dessen ersten Teil der Komponist Franz Schubert im Mittelpunkt steht, vierhändig mit einem facettenreichen Militärmarsch. Anschließend spielt Cornelia Felber solo zwei Stücke, die von Franz Liszt bearbeitet wurden: Frühlingsglaube und Gretchen am Spinnrade. Es folgt eine imposante Klaviersonate in vier Sätzen, in denen Jonathan Panter das Publikum mitnimmt auf eine Reise voller Gegensätze: „Die Sonate erzählt eine Geschichte von Gegensätzen: eine düstere Stimmung trifft auf ein leichtes, fröhliches Leuchten – beide beeinflussen sich im Verlauf gegenseitig und verändern sich“, verrät der Pianist. 
Der zweite Teil des Abends gehört den Komponisten aus Osteuropa und Russland. Eröffnen wird ihn Cornelia Felber mit Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Dumka: „Das volkstümliche Charakterstück verbindet leidende und klagende Melodien mit tänzerischen und überschwänglichen Passagen“, erklärt die Pianistin. Darauf folgte eine Sonate von Sergej Prokofjew, gespielt von Jonathan Panter. Das Ende gestalten sie wieder vierhändig mit einer sarkastisch-humoristischen Auswahl der „Sketches“ von Valery Gavrilin: The Little Clock und Tarantella. 

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(Erstellt am 07. Oktober 2026)