Warum im Roßneckar gemäht wird
Einmal im Jahr beseitigt ein Amphibienmähboot die Wasserpflanze „Flutender Hahnenfuß“. In Klein Venedig stehen dann die Mitarbeitenden des Baubetriebshof parat, um die insgesamt sechs Tonnen in Empfang zu nehmen.

„Er scheint sich im Roßneckar sehr wohlzufühlen und ist völlig harmlos. Doch wenn er nach und nach abstirbt und sich vom Sediment löst, verstopft er immer wieder den Rechen in Klein Venedig.“ Die Rede ist von einer Wasserpflanze mit dem poetischen Namen Flutender Hahnenfuß. Damit es dazu nicht kommt, beauftragt Renate Aigner vom Tiefbauamt einmal im Jahr eine Fachfirma, die der Wasserpflanze mit einem Amphibienmähboot zu Leibe rückt. Das Spezialfahrzeug für die Gewässerpflege kann sich sowohl im Wasser als auch an Land fortbewegen. „Es ist mit Raupenketten und Mähwerken ausgestattet und kann deshalb sehr effizient arbeiten“, erklärt Aigner.
Pflanze "flutet" nach Klein Venedig
Besonders gut zu beobachten war das Mähboot am Montag von der Maille aus: Laut ratternd schnitt es die grünen Pflanzenschlingen im Wasser ab. Der gemähte Flutende Hahnenfuß machte seinem Namen anschließend alle Ehre und wurde von der Strömung bis zum Rechen in Klein Venedig „geflutet“. Dort standen vier Mitarbeitende des städtischen Baubetriebshofs parat: „Dank der neuen Brücke können wir erstmals direkt mit unserem Fahrzeug auf die Brücke fahren, um die Pflanzen einzusammeln und abzutransportieren“, freut sich Volker Steimer von der Abteilung Straßenunterhaltung. Bislang musste die Stadt wegen der fehlenden Tragfähigkeit der alten Brücke noch eine Fremdfirma beauftragen. „Jetzt können wir das selbst erledigen“, betont Steimer.
Ladung um Ladung hebt sein Kollege die triefend nassen Pflanzenreste per Fernsteuerung mit der Baggerschaufel auf die Lkw-Ladefläche. „Im vergangenen Jahr haben wir im nassen Zustand insgesamt rund sechs Tonnen Pflanzenmaterial eingesammelt – das entspricht etwa zwei Lkw-Ladungen“, berichtet Steimer.
Büro des Oberbürgermeisters
