So liefen die ersten Monate im Neckaruferpark
Die im Sommer eröffnete Grünanlage ist mittlerweile komplett fertiggestellt, nach der Hitze blüht und grünt es jetzt an vielen Stellen. Zudem wird der Park sehr gut angenommen und meist pfleglich behandelt.

Zwei Rennradfahrerinnen treten in die Pedale, Jogger nutzen den schönen Herbsttag für eine Laufeinheit auf dem Uferweg und auf mehreren Bänken sitzen Menschen, die offensichtlich den Blick über den Fluss genießen. Dieser Anblick macht Niels Ruthardt glücklich: „Wir freuen uns sehr, dass der Neckaruferpark so toll angenommen wird“, sagt der Abteilungsleiter im Grünflächenamt, der das Projekt von Anfang an begleitet hat. Regelmäßig schaut er in der neuen Grünanlage vorbei: „Am Wochenende sind oft alle Radständer an der Freitreppe belegt, an den Sportgeräten und auf dem Spielplatz ist einiges los“, erzählt er.
Ende Juni wurde die Grünanlage offiziell eingeweiht, seit einigen Wochen ist das Areal komplett fertig gestellt. Unter anderem hatte am westlichen Ende des Parks der Abschluss am Rossneckarkanal gefehlt. Dort hatte während der Bauarbeiten eine Behelfsbrücke gestanden, dieser Bereich musste zurückgebaut werden. Am so genannten Hechtkopf ist nun ein kleiner Platz mit mehreren Sitzbänken und neu gepflanzten, in Zukunft schattenspendenden Bäumen entstanden.
Die Unterführung in Richtung Hengstenbergareal ist ebenfalls wieder geöffnet, der Lückenschluss für den Radverkehr hergestellt. Erst auf den zweiten Blick eröffnet sich an dieser Stelle ein charmantes Detail: Im Zuge der Bauarbeiten wurde eine meterhohe Wehranlage am Rossneckar abgebaut. „Dadurch bietet sich nun ein ganz neuer und wunderbarer Blick in Richtung Kanal“, erläutert Matthias Scheider, Leiter des Grünflächenamtes.
Was hat sich seit der Eröffnung noch getan im Neckaruferpark? Bei einigen Fußwegen hatte die endgültige Beschichtung der Belagsflächen mit hellem Split gefehlt, Natursteintrockenmauern wurden fertiggestellt, restliche Geländemodellierungen und Bepflanzungen – etwa am Naturufer – vorgenommen.
Zudem ist die Verwaltung auf den Wunsch vieler Besucherinnen und Besucher eingegangen: „An uns wurde immer wieder herangetragen, dass eine Toilette fehlt“, berichtet Niels Ruthardt. Zwar ist mangels Kanalisation keine dauerhafte Lösung möglich, doch die Verwaltung hat im Bereich der Freitreppe und des Spielplatzes zwei Komposttoiletten aufgestellt: „Und diese sind erfreulicherweise in einem guten Zustand.“
Da sich der Neckarbalkon neben den Bahngleisen befindet, wird dieser beim Warten auf den Zug von vielen Raucherinnen und Rauchern aufgesucht. „Wir haben deswegen den Bereich mit Aschenbechern nachgerüstet“, erzählt Niels Ruthardt.
Seine Beobachtungen, dass die allermeisten Besucherinnen und Besucher pfleglich mit dem Park umgehen, decken sich mit den Erfahrungen des Kommunalen Ordnungsdienstes: 70 Kontrollen haben seit der Eröffnung im Neckaruferpark stattgefunden, dabei wurden lediglich zwei Verstöße in Form von Rauchen auf dem Spielplatz sowie wegen Kleinmüll festgestellt. Die Lage ist damit unauffällig, die Vorkommnisse bewegen sich in überschaubarem Rahmen.
Positiv entwickelt sich die Lage im Neckaruferpark auch in anderer Hinsicht. Nachdem die große Sommerhitze vorbei ist und zumindest ein bisschen Regen gefallen ist, erholt sich die Natur sichtbar. Der Rasen hat sich weitgehend regeneriert und auch an vielen anderen Stellen sprießt das Gras und angesäte Kräuter und Wiesenblumen fangen an zu blühen. Wo Ansaat und Sträucher kaputt gegangen sind, da soll im Rahmen der Gewährleistung nachgebessert werden. „Wir sind sehr zufrieden damit, wie sich unsere grüne Oase entwickelt“, sagt Matthias Scheider.
Büro des Oberbürgermeisters
