Was wünschen sich die Menschen in Mettingen?

Im Juli eröffnet das neue Quartierszentrum in Mettingen. Jetzt startet der Beteiligungsprozess mit vier verschiedenen Mitmachterminen. 

Meike Schmeil und Stefan Silberhorn im Eingangsbereich

Leiterin Meike Schmeil und Stefan Silberhorn (IQM) freuen sich auf viele spannende Ideen für das Quartierszentrum in Mettingen. 

Kleinkinder- oder Seniorengruppen, Tanztreff oder Nachhilfe: „Denkbar ist alles“, sagt Meike Schmeil. Sie ist die Leiterin des Quartierszentrums in Mettingen, das im Juli eröffnet wird. Es soll ein Ort der Begegnung, des Austauschs und gemeinsamer Aktivitäten werden – offen für alle Generationen und Kulturen. Bevor es jedoch losgeht, ist die Bürgerschaft gefragt: Was wünschen sich die Menschen? Was fehlt im Stadtteil, was gibt es bereits? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt eines breit angelegten Beteiligungsprozesses, zu dem alle Bewohner­innen und Bewohner des Stadtteils eingeladen sind. 

Mitmach-Termine

An vier Terminen im März und April finden offene Mitmach-Veranstaltungen statt: Am Dienstag, 10. März, 16 bis 18:30 Uhr auf dem Spielplatz in der Cannstatter Straße – bei schlechtem Wetter eine Woche später. Zudem findet am Freitag, 17. April, 18 bis 20 Uhr, eine Jugendbeteiligung im Jugendhaus Trio statt. Am Donnerstag, 16. April, 9 bis 11 Uhr, wird im Quartierszentrum Mettingen eine Informationsveranstaltung mit Dolmetschenden in Türkisch und Arabisch angeboten. Und am Freitag, 24. April, von 15 bis 17 Uhr erneut im Quartierszentrum Mettingen bei Kaffee und Kuchen. Bei Bedarf wird ein Hol- und Bringdienst angeboten.

Vielfältiger Stadtteil

Meike Schmeil hat die Leitungsstelle seit dem 1. Januar inne und freut sich sehr auf ihre neue Aufgabe: „Es ist etwas ganz Besonderes, dieses Projekt gemeinsam mit der Bürgerschaft konzipieren zu dürfen“, sagt sie und ergänzt: „Denn nicht die Stadt legt fest, was angeboten wird – die Menschen in Mettingen gestalten ihr Zentrum selbst.“ Der Prozess wird gemeinsam mit einem Planungsbüro und der Initiative Quartierszentrum Mettingen (IQM) gesteuert, die aus den Reihen des Bürgerausschusses Mettingen gebildet wurde. „Mettingen war schon immer ein multikultureller Stadtteil, auch und besonders durch die Automobilindustrie bei uns“, sagt IQM-Mitglied Stefan Silberhorn. Auf die Frage, was ein Quartierszentrum sei, antworte er gern: „Wie ein Jugendhaus – nur für alle.“ Er hoffe auf einen lebendigen Treffpunkt, an dem echte Begegnungen entstehen. Stefan Görhardt (IQM) betont, wie wichtig es sei, unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen: Jugendliche, Familien, ältere Menschen und Engagierte aus bestehenden Initiativen. Beteiligung solle dabei nicht nur informieren, sondern aktiv zum Mitgestalten einladen. 
Denn: „Wenn Menschen merken, dass ihre Ideen gehört und sorgfältig abgewogen werden, entsteht von Anfang an Akzeptanz und Identifikation mit dem Projekt.“ Mikail Dogonay (IQM) beschreibt Mettingen als Stadtteil mit sehr unterschiedlichen Realitäten und zugleich wenigen zentralen Orten, an denen diese zusammenkommen. „Genau hier sehe ich den Mehrwert eines Quartierszentrums“, sagt er. Sein Wunsch: dass das Quartierszentrum im Alltag relevant wird. „Wenn es gelingt, Angebote besser zu vernetzen und dem Stadtteil einen stabilen Bezugspunkt zu geben, wäre das ein Erfolg.“

Fördermittel „Quartiersimpulse“

Das neue Quartierszentrum ist auch vor dem Hintergrund, dass die bisherigen Räume im Familienzentrum ab dem Schuljahr 2026/2027 für die schulische Ganztagsbetreuung genutzt werden, ein Gewinn für Mettingen. So bietet sich im Gemeindehaus der evangelischen Kirche an der Rosenstraße die Möglichkeit, ein Quartierszentrum mit eigenständigem Konzept zu etablieren. Die Stadt mietet dort die Räumlichkeiten im vorderen Teil zunächst für vier Jahre an.
Für das Projekt wurden bereits im vergangenen Jahr Fördermittel bewilligt: Das Programm „Quartiersimpulse“ der Allianz für Beteiligung und des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration ist Teil der Landesstrategie „Quartier 2030 – Gemeinsam. Gestalten.“ und wird aus Landesmitteln finanziert. 

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(Erstellt am 26. Februar 2026)