Warum Quartiersarbeit so wichtig ist

Das Quartierszentrum in Mettingen wurde mit zahlreichen Gästen feierlich eröffnet. Welchen Stellenwert die Quartiersarbeit in ganz Esslingen hat, zeigen auch die Jahresberichte 2025 der Quartierszentren.

Menschen feiern die Eröffnung des Quartierszentrums
© Planbar³

Die außergewöhnlich hohe Beteiligung, die bereits die Entwicklung des Mettinger Quartierszentrums geprägt hat, setzte sich auch bei der offiziellen Eröffnung eindrucksvoll fort: Rund 380 Gäste und Engagierte kamen zusammen, um das neue Quartierszentrum in der Rosenstraße 44 zu feiern. „So viele helfende Hände, ein liebevoll gestaltetes Bühnenprogramm und rund 250 Menschen, die gemeinsam sangen und zum Schluss sogar tanzten – mehr hätten wir uns nicht wünschen können“, freut sich Quartiersmanagerin Meike Schmeil. Mit einem bunten Fest wurde das Quartierszentrum am 19. Juli feierlich von Sozialbürgermeister Yalcin Bayraktar eröffnet. Musik, Tanz, Mitmachangebote und eine vielfältige Bewirtung aus verschiedenen Kulturen machten den Tag zu einem Fest der Begegnung. Yalcin Bayraktar würdigte vor allem das große Engagement im Stadtteil: „Besonders freut mich, dass dieses Quartierszentrum gemeinsam mit den Menschen hier im Stadtteil entwickelt wurde. Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich in den vergangenen Monaten beteiligt. Sie haben Ideen eingebracht, Wünsche formuliert und mitdiskutiert.“ Das große Interesse und die hohe Bereitschaft zum Mitgestalten zeigen: Das Quartierszentrum ist erfolgreich gestartet und wird bereits jetzt gut angenommen.

Quartiersarbeit in Esslingen

Dass das Quartierszentrum schon zum Start so gut angenommen wird, bestätigt auch ein Blick auf die Quartiersarbeit in ganz Esslingen: Die aktuelle Auswertung der Jahresberichte 2025 unterstreicht die große Bedeutung der Quartierszentren für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Stadtteilen. Mit der Eröffnung des Quartierszentrums Mettingen gibt es in Esslingen neun Quartierszentren. Das Quartierszentrum Mettingen und das Mehrgenerationen- und Bürgerhaus Pliensauvorstadt werden von der Stadt Esslingen betrieben, die anderen von freien Trägern und Wohnungsunternehmen – teilweise mit städtischer Förderung. „Quartierszentren schaffen Orte, an denen Nachbarschaft gelebt wird. Sie bringen Menschen zusammen, fördern das Miteinander und machen gesellschaftliche Teilhabe ganz konkret erlebbar“, sagt Edda Leimbach von der Koordinierungsstelle Quartier der Stadt Esslingen.Die erstmals nach einheitlichen Kriterien erhobenen Jahresberichte 2025 zeigen, dass Quartierszentren weit mehr sind als Treffpunkte. Die sieben für den Bericht ausgewerteten Einrichtungen erreichen wöchentlich rund 1.200 Besucherinnen und Besucher, gleichzeitig engagieren sich dort jährlich knapp 400 Ehrenamtliche. Das Angebot reicht von offenen Treffs und Cafés über Bewegungs- und Gesundheitsangebote bis hin zu Bildungs-, Beratungs- und Kulturangeboten sowie generationenübergreifenden Aktivitäten. „Besonders erfolgreich ist Quartiersarbeit dort, wo geeignete Räume, verlässliche Ansprechpersonen, regelmäßige Öffnungszeiten und starke Kooperationen im Stadtteil zusammenkommen“, erklärt Edda Leimbach. Diese Voraussetzungen sorgen dafür, dass mehr Menschen erreicht, mehr Ehrenamtliche gewonnen und tragfähige Netzwerke aufgebaut werden.

Zielgruppen erweitern

Gleichzeitig zeigen die Jahresberichte Entwicklungspotenzial auf: Bislang nutzen vor allem Erwachsene und ältere Menschen die Angebote. Kinder und Jugendliche, Männer sowie Menschen mit Migrationsgeschichte sollen künftig noch gezielter angesprochen werden. Auch bei der Barrierefreiheit sowie der analogen und digitalen Sichtbarkeit der Quartierszentren sehen die Fachleute weiteres Potenzial. „Die Eröffnung in Mettingen zeigt eindrucksvoll, wie viel entstehen kann, wenn Verwaltung, engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie Einrichtungen vor Ort gemeinsam an einem Strang ziehen“, sagt Edda Leimbach. „Mit dem neuen Quartierszentrum wächst unser stadtweites Netzwerk weiter – und damit auch die Möglichkeiten für Begegnung, Engagement und Zusammenhalt.“
Info: Das Quartierszentrum Mettingen wurde durch das Förderprogramm "Quartiersimpulse“ der Allianz für Beteiligung und des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration gefördert und ist Teil der Landesstrategie „Quartier 2030 - Gemeinsam. Gestalten.“. Es wird finanziert aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.

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(Erstellt am 23. Juli 2026)