Was gerade am Pliensauturm passiert
1889, 1927, 1933 und 1963: Auf dem historischen Ziffernblatt der Uhr am Pliensauturm sind die Jahreszahlen eingraviert, in denen das mittelalterliche Bauwerk bislang saniert wurde. In Kürze steht dort dann auch die Zahl 2026. Denn seit Ende Juli bringt die Stadt Esslingen den im 15. Jahrhundert gebauten Pliensauturm auf Vordermann.
Im ersten Schritt wurde das historische Zifferblatt an der Nordseite abgebaut, das seither in einer Fachwerkstatt von Hand restauriert wird. „Und es ist tatsächlich schon zu großen Teilen erneuert“, berichtet Sabine Reiniger, die das Projekt für die Städtischen Gebäude Esslingen (SGE) leitet. „In Zukunft strahlt es also wieder wie neu und ist wieder vollständig vergoldet.“
Arbeiten dauern bis Oktober
Die Arbeiten am eigentlichen Turm hingegen kamen bislang nicht so vorwärts wie ursprünglich geplant. „Wir hatten in den vergangenen Wochen nahezu konstant deutlich über 30 Grad“, berichtet Sabine Reiniger. „An so heißen Tagen können wir die Putzschicht der Fassade nicht erneuern, da das Material nicht richtig haftet und es reißen würde.“
Denn genau diese Risse in der bisherigen Putzfassade sollen in den nächsten Wochen ausgebessert werden, auch kleinere Ausbesserungen am Mauerwerk sind geplant. Zudem werden die Holzrahmen der Fenster aufgearbeitet und frisch gestrichen. Ganz oben an der Spitze des Turms werden einzelne Dachziegel erneuert sowie ein Taubennetz angebracht. Inzwischen plant die Stadt Esslingen eine Fertigstellung bis Ende Oktober.
Am Tag des offenen Denkmals, der bereits Mitte September stattfindet, wird der Turm also noch eingerüstet – aber natürlich trotzdem zugänglich sein. Und mit der Fertigstellung dieser Sanierungsarbeiten, so hofft Sabine Reiniger, kommt dann sobald hoffentlich keine neue Jahreszahl auf dem Ziffernblatt hinzu.
Büro des Oberbürgermeisters





