Bestes Sommerwetter und starke Impulse beim Schwörfest

Rückblick auf das Schwörfest 2026: Mit der traditionellen Schwörzeremonie ist am Freitag das Esslinger Schwörfest eröffnet worden. Tausende Gäste feierten ein Wochenende im Zeichen von Gemeinschaft und 650 Jahren Schwörtagstradition.

OB dreht auf
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OB in der Schaltzentrale
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OB ist beeindruckt
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Besser hätte das Schwörfest kaum starten können: Bei strahlendem Sommerwetter versammelten sich zahlreiche Gäste im voll besetzten Schwörhof zur traditionellen Schwörzeremonie. Damit begann ein Festwochenende, das trotz der Baustelle auf dem Marktplatz einmal mehr zeigte, wie lebendig die Esslinger Stadtgemeinschaft ist. Die Festrede hielt in diesem Jahr Dr. Georg Stamatelopoulos, Vorstandsvorsitzender der EnBW. Er spannte den Bogen von der reichen Geschichte Esslingens bis zu den großen Zukunftsfragen unserer Zeit. Besonders hob er die Bedeutung des Schwörtags als Symbol für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt hervor. „Der Schwörtag schafft Gemeinschaft und Austausch innerhalb der Stadtgemeinschaft“, betonte Stamatelopoulos. Mit Blick auf die Energiewende warb er zudem für einen pragmatischen Blick auf die Transformation: Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit müssten gemeinsam gedacht werden, damit Deutschland wirtschaftlich stark und zukunftsfähig bleibe.

650 Jahre Schwörtagstradition

Oberbürgermeister Matthias Klopfer erinnerte daran, dass die Esslinger Schwörtagstradition in diesem Jahr ihr 650-jähriges Bestehen feiert. Was einst den Zusammenhalt der Freien Reichsstadt stärkte, sei heute aktueller denn je. „Eine Stadt lebt nicht allein von ihrer Geschichte, ihren Gebäuden oder ihren Institutionen. Sie lebt von Menschen, die sich einbringen, Verantwortung übernehmen, miteinander sprechen und auch bei unterschiedlichen Meinungen das Gemeinsame nicht aus dem Blick verlieren.“ In seiner Rede rückte OB Klopfer vor allem die Folgen des Klimawandels in den Mittelpunkt. Die zunehmende Hitze werde Städte dauerhaft verändern und erfordere neue Antworten – von mehr Grünflächen und Wasser bis hin zu einer klimaangepassten Stadtentwicklung. Gleichzeitig sprach er sich für Zuversicht und Gestaltungswillen aus. Mit Blick auf die anstehenden Aufgaben sagte er: „Wir haben wirklich keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, wir leben trotz der Sparmaßnahmen noch immer in einer der schönsten Städte.“ Den traditionellen Schwur auf das Wohl der Stadt legten anschließend Oberbürgermeister, Gemeinderat und Bürgerschaft gemeinsam ab – ein sichtbares Zeichen für Verantwortung und Zusammenhalt.

Sonnenschein und viele strahlende Gesichter

Auch das anschließende Schwörfest bewies am Samstag und Sonntag seine besondere Anziehungskraft. Wegen der Sanierung des Marktplatzes verteilte sich das Fest erstmals auf alternative Standorte in der Innenstadt. Die beiden Hauptbühnen auf dem Rathausplatz und dem Hafenmarkt sorgten ebenso wie das vielfältige Programm in den Gassen und auf den Plätzen für eine lebendige Atmosphäre. Das hervorragende Sommerwetter lockte an allen drei Tagen zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Stadt. Musik, Kulinarik, Vereinsangebote und Begegnungen machten das Schwörfest erneut zu einem Fest für die ganze Stadtgesellschaft. So zeigte sich einmal mehr, dass das Esslinger Schwörfest weit mehr ist als eine Traditionsveranstaltung: Es verbindet Geschichte und Gegenwart, erinnert an gemeinsame Verantwortung und bringt die Menschen zusammen – auch unter veränderten Rahmenbedingungen. 

(Erstellt am 08. Juli 2026)