Statement zur Beschädigung des "Zwieblinger Teufels"
In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde die Skulptur „Zwieblinger Teufel“ mit schwarzer Farbe besprüht. Das ist der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung, die wir in den letzten Tagen genaustens beobachtet haben.

Denn zum einen freuen wir uns über die zahlreich besuchte Enthüllung am 4. Oktober, die unzähligen positiven Rückmeldungen aus Nah und Fern sowie die vielen, vielen Besucherinnen und Besuchern vor Ort. Zum anderen herrscht allerdings – vor allem in den sozialen Medien – in Teilen eine regelrechte Empörung.
Wir sind uns bewusst:
Öffentliche Kunst kann unterschiedliche Reaktionen auslösen und unterschiedlich bewertet werden. Das ist verständlich und gehört zu einer lebendigen Auseinandersetzung mit Kunst im öffentlichen Raum.
Wir möchten aber ausdrücklich betonen:
Wenn wegen eines Kunstwerks zu Gewalt und zu Sachbeschädigung aufgerufen wird, wenn Mordaufrufe gepostet werden und sich die Wut in Aktionen wie dieser entlädt, ist für uns eine rote Linie überschritten.
Daher bringen wir nicht nur alle Aufrufe zu Straftaten, Beleidigungen und Mordaufrufe konsequent zur Anzeige, sondern werden auch eine Videoüberwachung am Ort der Skulptur prüfen und nach Möglichkeit umsetzen.
Zudem haben wir die Skulptur am Montagvormittag fachmännisch reinigen lassen.
Gleichzeitig sind wir weiterhin überzeugt, dass diese Skulptur dazu beiträgt, die Geschichte vom überlisteten Teufel, der Zwiebel und der klugen Marktfrau als Teil der Esslinger Stadtidentität zu erhalten und weiterzuverbreiten.
Büro des Oberbürgermeisters
