Wenn die Verwaltung den Ernstfall übt

Krisenübung Stromausfall: 19 Notfalltreffpunkte wurden probeweise aktiviert.

Was tun, wenn plötzlich in der ganzen Stadt der Strom ausfällt? Wenn alle Ampeln schwarz werden, Aufzüge streiken, städtische Einrichtungen wie Bürgeramt und Klinikum nicht mehr erreichbar sind und das Telefon stumm bleibt? Mit dieser Frage hat sich die Stadt Esslingen in der vergangenen Woche intensiv im Rahmen einer Krisenübung beschäftigt.

Zentral war dabei die Frage, wie die Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern auch in einer solchen Situation aufrechterhalten werden kann. Deswegen wurde bereits im Vorfeld der Übung die Ausstattung der Notfalltreffpunkte um Gegenstände wie Megaphone, Funkgeräte, aber auch Plakate und Stifte erweitert. So sind die Teams auch dann handlungsfähig, wenn weder Handy noch Drucker funktionieren.

Notfalltreffpunkte als zentrale Anlaufstellen

Notfalltreffpunkte dienen bei größeren Krisen wie etwa einem weitreichenden Stromausfall als zentrale Anlaufstellen. Bürgerinnen und Bürger erhalten dort Informationen oder notfallmedizinische Erstversorgung. Im Rahmen der Übung wurden die insgesamt 19 Notfalltreffpunkte in Esslingen probeweise aktiviert. 
Mitarbeitende der Stadtverwaltung wurden alarmiert und begaben sich zur zentralen Feuerwache. Zusammen mit Einsatzkräften der Feuerwehr besetzten sie ihren jeweiligen Notfalltreffpunkt und meldeten sich per Funkgerät im Verwaltungsstab.
„Wir sind sehr zufrieden, wie zügig und reibungslos die erste Inbetriebnahme der Notfalltreffpunkte funktioniert hat“, sagt Erster Bürgermeister Ingo Rust, der Leiter des Verwaltungsstabes.

Verwaltungsstab tagte im Dicken Turm

Auch für das Krisengremium gab es bei der Übung eine Premiere: Der Verwaltungsstab kam nicht in der Leitzentrale der Feuerwehr, sondern im Dicken Turm der Esslinger Burg zusammen. Dieser ist aufgrund seiner Lage zum Beispiel bei Hochwasser als Ausweichquartier vorgesehen.
„Es ist wichtig, dass wir uns als Stadtverwaltung immer wieder auf verschiedene Krisensituationen vorbereiten und damit im Ernstfall auf erprobte Abläufe zurückgreifen können“, sagt Rust.

Enge Zusammenarbeit für die Versorgungssicherheit

Passend zur diesjährigen Übung informierte Tobias Kemmler, Regionalmanager der Netze BW, über das Thema Krisen- und Notfallmanagement.
„Versorgungssicherheit ist Teamarbeit: Nur wenn Netze BW, Stadt Esslingen und alle weiteren beteiligten Stellen eng zusammenarbeiten, können wir in einer Ausnahmelage schnell und verlässlich handeln. Genau deshalb ist diese Übung so wichtig. Die Menschen in Esslingen sollen sich darauf verlassen können: Wenn der Strom ausfällt, sind wir gemeinsam vorbereitet und setzen alles daran, die Versorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen.“

Auf der Website der Feuerwehr Esslingen gibt es Informationen zu Bevölkerungsschutz und Prävention.

Büro des Oberbürgermeisters

Presse-, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

Presse-, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Rathausplatz 2
73728 Esslingen am Neckar
Telefon 0711 3512-2570

Esslingen auf

social-media-icons wie im footer plus youtube

(Erstellt am 30. Oktober 2026)