„VHS am Eck“ bereichert die Innenstadt
Sie ist nicht nur ein Schaufenster für das Kursprogramm der Volkshochschule Esslingen, sondern auch ein lebendiger Treffpunkt für Bildung, Begegnung und Kreativität in der Strohstraße.

Angela Amezquita, Stefanie Klee Castellanos und Claus Lüdenbach (v. li.) freuen sich über Besuch in der „VHS am Eck“.
Seit ihrer Eröffnung im September 2024 hat sich die „VHS am Eck“ zu einem lebendigen Treffpunkt für Bildung, Austausch und kreative Begegnungen in der Innenstadt entwickelt. Gleichzeitig ist sie mit ihrem Standort in der Strohstraße als Schaufenster für das vielfältige Kursprogramm der Volkshochschule Esslingen (VHS) gedacht.
„Die ‚VHS am Eck‘ bringt Menschen zusammen – offen, kreativ und mitten im Stadtleben“, sagt Stefanie Klee Castellanos, Fachbereichsleiterin bei der VHS Esslingen. „Es hat sich schnell herumgesprochen, dass wir hier sind. Die Menschen kommen vorbei und wollen diesen Ort mit Leben füllen. Genau das war unser Ziel: ein dritter Ort, quasi ein Wohnzimmer für die Stadtgesellschaft.“
In den flexibel nutzbaren Räumen finden nicht nur klassische Kurse statt, sondern auch Vorträge, Kulturveranstaltungen und besondere Mitmachangebote. Rund 50 Personen haben Platz. Dank mobiler Tische und offener Gestaltung lassen sich die Räume je nach Bedarf individuell anpassen. „Dozentinnen und Dozenten gestalten den Raum oft gemeinsam mit den Teilnehmenden – das verändert die Atmosphäre spürbar“, erklärt Claus Lüdenbach, Leiter der Volkshochschule. „Der Werkstattcharakter hier schafft eine ganz andere Dynamik als im klassischen Unterrichtsraum.“
Kreative Angebote und neue Zielgruppen
Neben Sprachkursen und Vorträgen gehören kreative Formate inzwischen fest zum Programm. Besonders beliebt ist das offene Atelier am Samstagvormittag für Erwachsene und Kinder ab acht Jahren. Während Eltern über den Wochenmarkt schlendern, können Kinder malen, gestalten und kreativ werden. „Unser Ziel ist es, Kultur und Kreativität niedrigschwellig in den Alltag zu holen“, betont Claus Lüdenbach. „Gleichzeitig beleben wir mit der ‚VHS am Eck‘ die Innenstadt.“
Wie vielseitig der Standort genutzt wird, zeigen Veranstaltungen wie die Reihe „Komm.Mit! – Kultur gemeinsam statt einsam“, die in Kooperation mit dem Kulturamt zu Gast war. Oder das Projekt „The Music in Me“, das gemeinsam mit dem städtischen Integrationsmanagement umgesetzt wurde und Menschen unterschiedlicher Herkunftsländer zum Musizieren zusammenbrachte. „Die ‚VHS am Eck‘ erreicht Menschen, die sonst vielleicht nicht den Weg zur Volkshochschule gefunden hätten“, sagt Stefanie Klee Castellanos.
Anlaufstelle mit offenen Türen
Seit Kurzem ist zudem regelmäßig eine Ansprechperson für den persönlichen Kontakt vor Ort. „Wir beantworten Fragen zu unseren Angeboten und beraten bei der Kurswahl“, berichtet Angela Amezquita, zuständig für Information und Anmeldung bei der VHS. „Außerdem nehmen wir gerne Wünsche oder Anregungen für neue Themen auf. Wir freuen uns über den Austausch, wenn jemand hereinschaut.“
Die „VHS am Eck“ ist von Montag bis Mittwoch, 9:30 bis 12:30 Uhr sowie Dienstag und Mittwoch von 13:30 bis 15 Uhr geöffnet – oder einfach spontan reinschauen, wenn die Tür offensteht. Das Team ist zudem unter Telefon 0711 55021-555 oder E-Mail fachbereich-kultur@vhs-esslingen.de zu erreichen.
Viele Pläne für die Zukunft
Neben dem regulären Programm will die „VHS am Eck“ auch künftig aktiv und sichtbar im Stadtleben sein: Sie beteiligt sich dieses Jahr erneut beim Straku-Festival, am 16. Mai, beim Schwörfest am ersten Juli-Wochenende sowie beim AktionsTag KULTUR und bei „Esslingen funkelt“, die beide im September stattfinden.
„Auch für das Stadtjubiläum 2027 haben wir schon erste Ideen“, verrät Stefanie Klee Castellanos. „Geplant ist unter anderem ein ‚Good Vibes Generator‘, an dem Bürgerinnen und Bürger positive Botschaften über Esslingen aufnehmen können.“ Diese sollen anschließend über Social Media verbreitet werden. „Von der ‚VHS am Eck‘ sollen positive Impulse ausgehen“, so Klee Castellanos. „Wir wollen gute Stimmung in die Stadt bringen – davon kann es derzeit gar nicht genug geben.“
Büro des Oberbürgermeisters
