Ordnung, Soziales, Bildung, Sport und Kultur
Hier betreffen die Einsparungen viele Angebote im Alltag. Unterkünfte werden stärker gemeinsam belegt, kleine Kitas sollen geschlossen werden. Freizeitpädagogik und Teile der Kulturförderung werden reduziert, Zuschüsse teils ausgesetzt. Auch Reinigung und Abläufe werden angepasst. Das Bürgeramt bleibt wie gewohnt erreichbar.
Insgesamt können alle vorgeschlagenden Maßnahmen aus dem Bereich Ordnung, Soziales, Bildung, Sport und Kultur Einsparungen in Höhe von 15.427.719 € erbringen.
Vorschläge im Bereich Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit
Verkehrssicherheit
Zur Umsetzung der Lärmaktionspläne (insbesondere Stufe 4) und der neuen Regelungen der Straßenverkehrsordnung werden Geschwindigkeitskontrollen modernisiert und teilweise neu aufgebaut.
Maßnahmen:
Anschaffung neuer teilstationärer Messanlagen
Modernisierung bestehender Anlagen
gezieltere Kontrollen in Bereichen mit besonderem Schutzbedarf (z. B. Schulen und Kindertageseinrichtungen)
Umsetzung neuer Regelungen, z. B. bei Tempo-30-Bereichen
Die Maßnahmen sorgen vor allem für eine effizientere und gezieltere Überwachung der Geschwindigkeit im Straßenverkehr. Zusätzlich können dadurch auch Mehreinnahmen entstehen. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf mehr Sicherheit und besserem Lärmschutz.
Einsparpotential bis 2029
-675.000 €
Ordnungs- und Standesamt
Im Ordnungs- und Standesamt werden Arbeitsabläufe modernisiert und neu organisiert. Papierbasierte Prozesse und veraltete Systeme werden ersetzt, Aufgaben werden gebündelt und die Organisation angepasst. So lassen sich Kosten sparen, ohne dass die Qualität der Leistungen oder das Sicherheitsniveau sinken.
Beispiele:
- Ablösung papierbasierter Abläufe und Einführung moderner Fachverfahren
- Einsatz bereits identifizierter, geeigneter Fachanwendungen
- Bündelung von Backoffice-Leistungen
- Zusammenführung von Tätigkeiten (z. B. Sekretariate) und Anpassung der Organisationsstruktur
- Unterstützung durch digitale Softwarelösungen
- Abbau unbesetzter Stellenanteile bei gleichzeitiger Verbesserung der Arbeitsbedingungen zur Stabilisierung des Personals
Einsparpotential bis 2029
-673.955 €
Gefahrenabwehr und öffentlichen Sicherheit
Die vorhandenen Mittel werden künftig stärker auf die wichtigsten Aufgaben im Bereich der öffentlichen Sicherheit konzentriert, die wichtigsten Aufgaben in diesem Bereich werden gestärkt und gebündelt.
Beispiele:
- Kommunale Kriminalprävention und die Mobile Wache werden in vollem Umfang fortgeführt
- geringeres Budget für Veranstaltungen wie das Sicherheitsfestival.
- mehr Effizienz durch Bündelung von Aufgaben und optimierte Prozesse
Zusätzlich werden Netzwerkpartner, wie die Kreisverkehrswacht oder der Bereich Prävention der Polizei, stärker eingebunden.
Einsparpotential bis 2029
-192.996 €
Bürgerservice
Im Bürgerservice werden Kosten reduziert, indem vor allem nicht zwingend notwendige Ausgaben eingespart, digitale Angebote ausgebaut und Abläufe stärker am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet werden. Ziel ist es, den Service für die Bürgerinnen und Bürger weiterhin gut erreichbar und leistungsfähig zu halten.
Die Terminvergabe wird künftig noch stärker an den tatsächlichen Bedarf der Bürgerinnen und Bürger angepasst. Gleichzeitig ermöglicht die aktuelle Entwicklung bei Pass- und Ausweisdokumenten eine bessere Planbarkeit der Arbeitsbelastung im Bürgerservice.
Beispiele:
- Einsparung bei freiwilligen Leistungen, z. B. Neubürger-Willkommenspakete
- Ausbau digitaler Angebote für einfache Anliegen (Online-Services)
- Bedarfsgerechte Anpassung der Öffnungszeiten und Terminsprechzeiten
- Einführung von Terminsprechzeiten in Bereichen, in denen bisher keine angeboten wurden
- Aktive Steuerung von Pass- und Ausweisbeantragungen durch rechtzeitige Erinnerungsschreiben
- Nutzung des Rückgangs bei Passanträgen nach dem bisherigen Höchststand
Einsparpotential bis 2029
-171.325 €
Wahlen und Sonderthemen
Vorschläge im Bereich Schulen
Schulkindbetreuung
Im Rahmen der regulären Haushaltsplanung lagen die künftigen Berechnungsgrundlagen für die Landeszuweisungen zur kommunalen Betreuung von Schulkindern – sowohl mit als auch ohne Ganztagsanspruch – noch nicht vor. Die inzwischen konkretisierten Berechnungsgrundlagen für Landeszuweisungen sind in der vorliegenden Darstellung nun vollständig berücksichtigt.
Darüber hinaus werden zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten Auslastung die Gruppengrößen in der Schulkindbetreuung an verschiedenen Schulstandorten überprüft und angepasst. Zur weiteren Konsolidierung ist zudem eine Reduzierung von Vertretungskräften in der Schulkindbetreuung an allen Grundschulen geplant (0,75 VZÄ).
Ergänzend erfolgt eine interne Umstrukturierung von Stellenanteilen innerhalb der Abteilung Schule, um vorhandene Ressourcen effizienter einzusetzen und die Anforderungen einer rechtskonformen Ganztagsbetreuung weiterhin zu erfüllen.
Die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben bleibt dabei sichergestellt.
Einsparpotential bis 2029
-1.517.055 €
Reinigungsleistungen an Schulen
Die Reinigungsleistungen an Schulen werden neu geregelt und reduziert; zugleich erfolgt ab dem Jahr 2027 eine entsprechende Anpassung der Planansätze gemäß den vorliegenden Vorgaben. Trotz dieser Anpassungen liegt der Umfang der Reinigungsleistungen an den Esslinger Schulen weiterhin über den geltenden Mindestanforderungen. Ziel ist eine wirtschaftlichere Ausgestaltung bei unverändert hoher Einhaltung der erforderlichen Hygienestandards.
Einsparpotential bis 2029
-429.289 €
Sachmittel im Bereich der Schulträgeraufgaben
Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung werden die Sachmittel im Bereich der Schulträgeraufgaben auf Basis aktualisierter Datengrundlagen und aktueller Förderentscheidungen angepasst. Die inzwischen vorliegenden Schülerzahlen (Stand Oktober 2025) werden in der Berechnung des Schülersachkostenbeitrags berücksichtigt und führen zu einer entsprechenden Anpassung der Landeszuweisungen auf der Einnahmenseite.
Darüber hinaus ergeben sich an verschiedenen Schulstandorten Einsparungen bei Planungs- und Umzugskosten:
- Schelztor-Gymnasium
- Elisabeth-Selbert- Realschule
- Zollberg-Realschule
- GMS Innenstadt
- Grundschule Pliensauschule
Zwischenzeitlich ergangene Förderbescheide wirken sich mindernd auf die Mietzahlungen gegenüber der SGE aus. Weitere Einsparungen ergeben sich u. a. durch die Einstellung des Zuschusses für schulische Veranstaltungen in städtischen Gebäuden.
Einsparpotential bis 2029
-339.522 €
Freizeitpädagogik an Real- und Gemeinschaftsschulen
Die bisherigen freizeitpädagogischen Angebote an den Real- und Gemeinschaftsschulen werden zum Schuljahr 2028/2029 nicht fortgeführt. Mit dem Wegfall dieses Angebots entfällt die bislang hierfür gewährte Mittelzuweisung der Landesregierung. Gleichzeitig ergeben sich Einsparungen bei der Ausstattung und Unterhaltung entsprechender freizeitpädagogischer Räumlichkeiten in den Schulen sowie bei der Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartnern im Bereich der Freizeitpädagogik.
Einsparpotential bis 2029
-338.322 €
Startchancenprogramm
Die Einnahmeansätze aus dem Startchancenprogramm des Landes für Schulen werden im Rahmen der Haushaltskonsolidierung angepasst. Die detaillierten Programm- und Zuweisungsgrundlagen lagen zum Zeitpunkt der ersten Haushaltsaufstellung noch nicht in vollem Umfang vor und werden nun in der aktuellen Planung berücksichtigt.
Einsparpotential bis 2029
-140.000 €
Schulsekretariate
Hier ist eine Umstrukturierung der bestehenden Sekretariatsorganisation vorgesehen. Dabei sollen Schulsekretariatsstrukturen an einzelnen Schulstandorten gebündelt und organisatorisch zusammengeführt werden. Ziel ist eine effizientere Aufgabenwahrnehmung durch eine optimierte Stellenausstattung und eine standortübergreifende Organisation. Die Erfüllung der administrativen Unterstützungsaufgaben für die Schulen bleibt dabei gewährleistet.
Ziel ist eine effizientere Aufgabenwahrnehmung durch eine optimierte Stellenausstattung und eine standortübergreifende Organisation. Die Erfüllung der administrativen Unterstützungsaufgaben für die Schulen bleibt dabei gewährleistet.
Die Erfüllung der administrativen Unterstützungsaufgaben für die Schulen bleibt dabei gewährleistet.
Einsparpotential bis 2029
-116.192 €
Schulsozialarbeit
Die Schulsozialarbeit an den Esslinger Schulen wird bedarfsgerecht weiterentwickelt. Dies umfasst die gezielte Anpassung und Umstrukturierung von Stellenanteilen innerhalb der Schulsozialarbeit, in einem Umfang von 1,0 VZÄ. Ziel ist es, vorhandene personelle Ressourcen noch passgenauer einzusetzen und weiterhin eine verlässliche Unterstützung für Schülerinnen und Schüler sicherzustellen.
Ergänzend wird das Fortbildungsbudget in der Schulsozialarbeit moderat um 10 % angepasst. Die fachliche Qualifizierung der Mitarbeitenden bleibt dabei weiterhin gewährleistet.
Einsparpotential bis 2029
-109.106 €
Schulleiterbudgets
Weiterführende Schulen
Für die Jahre 2026 und 2027 ist keine Erhöhung des Schulleiterbudgets an den weiterführenden Schulen vorgesehen, im Jahr 2028 erfolgt eine einmalige Anpassung um 10 % anstelle der ursprünglich vorgesehenen 19 %. Die Berechnung des Schulleiterbudgets basiert weiterhin unverändert auf einer einheitlichen Pro-Kopf-Kalkulation je Schülerin und Schüler.
Grundschulen
Einmalige Erhöhung um 10 %. Die ursprünglich vorgesehene Anpassung in Höhe von 19 % wird entsprechend reduziert umgesetzt. Die Budgetberechnung erfolgt weiterhin unverändert auf Grundlage einer einheitlichen Pro-Kopf-Kalkulation je Schülerin und Schüler. Damit bleibt die bestehende Systematik der Mittelverteilung vollständig erhalten, während die Anpassung in angepasster Höhe erfolgt.
Einsparpotential bis 2029
-84.590 €
Schulen in freier Trägerschaft
Einstellung der freiwilligen kommunalen Unterstützung für Schulen in freier Trägerschaft. Dies betrifft folgende Schulen:
- Freie Evangelische Schule Esslingen (Schuljahr 24/25 18.635 € erhalten)
- Freie Waldorfschule Esslingen (Schuljahr 24/25 48.591 € erhalten)
- Privates Gymnasium Esslingen (Schuljahr 24/25 2.760 € erhalten)
- Magdalenenschule in Winterbach (Schuljahr 24/25 153 € erhalten)
Die Unterstützung erfolgte bislang auf freiwilliger Basis; ein Rechtsanspruch auf Fortführung besteht nicht.
Einsparpotential bis 2029
-83.000 €
Ausstattung der Schulräume
Im Zuge der Haushaltskonsolidierung werden die Ausgaben für die Ausstattung der Schulräume an folgenden Esslinger Schulen reduziert:
- Elisabeth-Selbert-Realschule Esslingen
- Zollberg- Realschule
- Gemeinschaftsschule Innenstadt
- Grundschule Lerchenäcker
- Grundschule Mettingen
- Grundschule St. Bernhardt.
In der Eichendorffschule sowie bei der Ausstattung der Juniorklassen werden nicht zwingend erforderliche Anschaffungen zeitlich verschoben.
Weitere Einsparpotenziale ergeben sich zudem durch eine konsequent wirtschaftliche Beschaffung sowie einer längeren Nutzung der bestehenden Ausstattung. Die für den ordnungsgemäßen Schulbetrieb erforderliche Grundausstattung der genannten Schulen bleibt weiterhin gewährleistet.
Vorschläge im Bereich Kindertageseinrichtungen
Angebotsstruktur
Auf Grundlage der aktuellen Bedarfsplanung erfolgt eine Anpassung der Angebotsstruktur in den städtischen Kindertageseinrichtungen. Vorgesehen sind Umwandlungen von Ganztagsgruppen in Misch- und VÖ-Gruppen sowie eine generelle Ausweitung von Mischgruppen. Die Maßnahmen führen zu einer Reduzierung der Personal- und Sachkosten, Anpassungen bei den Landeszuweisungen im Bereich der Kinderbetreuung sowie zu geringeren Entgelteinnahmen.
Darüber hinaus ist eine Neuorganisation der Aufgabenverteilung innerhalb der Abteilung Kita vorgesehen. Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung ist außerdem geplant, die Leitungsfreistellung der stellvertretenden Leitungen in den Kindertageseinrichtungen entfallen zu lassen. Ergänzend werden 3,0 VZÄ für Vertretungskräfte in den Kindertageseinrichtungen reduziert.
Einsparpotential bis 2029
-4.741.725 €
Standorte
Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung sollen unter Berücksichtigung der aktuellen Bedarfsplanung sowie aus Wirtschaftlichkeitsgründen folgende städtische eingruppige Kindertageseinrichtungen geschlossen werden:
- Kita „Altes Schulhaus“ (1 Gruppe VÖ 6h mit 24 Plätzen)
- Kita Konsumstraße (1 Gruppe RG/VÖ 1-3 mit 10 Plätzen)
- Kita Sulzgrieser Straße 124 (1 Gruppe VÖ 6 h mit 24 Plätzen)
Grundlage für die Entscheidung zur Schließung dieser Einrichtungen ist die aktuelle Bedarfsplanung. Diese weist rückläufige Kinderzahlen, bestehende Überkapazitäten in anderen Einrichtungen sowie eine veränderte Nachfrageentwicklung aus. Ziel ist eine verbesserte Auslastung der verbleibenden Einrichtungen sowie eine Reduzierung der laufenden Betriebskosten.
Einsparpotential bis 2029
-634.743 €
Sachmittel
Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung werden im Bereich des städtischen Kita-Trägers verschiedene Sachausgaben effizient angepasst und reduziert. Dies umfasst insbesondere Einsparungen bei Projekten und Maßnahmen, darunter die Kürzung von Werbemaßnahmen zur Gewinnung von Fachkräften, der Wegfall der Projekte KISS. Darüber hinaus wird das Fortbildungsbudget der Abteilung Kita entsprechend abgesenkt.
Einsparpotential bis 2029
-305.300 €
Kita-Standorte in freier Trägerschaft
Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung sollen unter Berücksichtigung der aktuellen Bedarfsplanung sowie aus Wirtschaftlichkeitsgründen folgende zwei eingruppige Kindertageseinrichtungen in freier Trägerschaft geschlossen werden:
- ev. Kita Finkenweg (1 Gruppe VÖ 6h mit 16 Plätzen 3-6 und 3 Plätzen 2-3)
- Waldorf Kita Serach (1 Gruppe VÖ 6h mit 18 Plätzen)
Grundlage für die Entscheidung zur Schließung dieser Einrichtungen ist die aktuelle Bedarfsplanung. Diese weist rückläufige Kinderzahlen, bestehende Überkapazitäten in anderen Einrichtungen sowie eine veränderte Nachfrageentwicklung aus. Ziel ist eine verbesserte Auslastung der verbleibenden Einrichtungen sowie eine Reduzierung der laufenden Betriebskosten.
Einsparpotential bis 2029
-56.449 €
Reinigungsleistungen
Die Reinigungsleistungen in den städtischen Kindertageseinrichtungen werden neu geregelt und reduziert. Betroffen sind ausschließlich die Mitarbeiterräumlichkeiten innerhalb der Einrichtungen. Diese werden künftig im Zuge der Konsolidierungsmaßnahme nach dem für städtische Verwaltungsräume geltenden allgemeinen Reinigungsstandard gereinigt.
Vorschläge im Bereich Kultur
Veranstaltungen, Ausstellungen und Publikationen
Kulturförderung
- Die vorgesehene Indexanpassung der institutionellen Förderung in den Bereichen Musikpflege und Kulturpflege wird bis einschließlich 2029 ausgesetzt und ab dem Jahr 2030 wieder aufgenommen.
- Die Projektförderung wird im Jahr 2026 ausgesetzt.
- Die Organisation von Kulturveranstaltungen, die Projektarbeit (z. B. Kulturregion) sowie die Abwicklung verschiedener Stipendien werden in reduziertem Umfang weitergeführt und strukturell angepasst.
- Im Bereich der kulturellen Teilhabe erfolgt eine Reduzierung der Projekte.
Einsparpotential bis 2029
-604.363 €
Stadtbibliothek
Musikschule
Geschäftsaufwendungen
Vorschläge im Bereich Soziales
Obdachlosen- und Anschlussunterbringungen
Die Einsparungen beruhen auf der Annahme, dass weiterhin deutlich weniger Geflüchtete nach Esslingen kommen und untergebracht werden müssen. Daher werden die Notunterkünfte in der Rieslingstraße 17 und Rosenstraße 58-60 in Mettingen bereits zum 30.06.2026 abgestoßen, was zu weniger Mietausgaben führt. In diesem Zuge wird auch eine Globale Minderausgabe bei Geschäftsaufwendungen, Gebäudereinigung und sonstigen Aufwendungen umgesetzt.
Des Weiteren wird eine neue Obdachlosensatzung erstellt, die den Kostendeckungsgrad der Notunterkünfte erhöhen soll. Gleichzeitig werden das bisherige Sachgebiet Obdachlosenbehörde und das Sachgebiet Asylrecht im Rahmen von organisatorischen Effizienzsteigerungen zusammengeführt, was zu Personaleinsparungen führt.
Einsparpotential bis 2029
-609.788 €
Sport
Die zeitliche Verschiebung der Sanierung der Schelztorsporthalle und der Turnhalle Pliensauschule führt zu geringeren Mietausgaben im Bereich Sport.
Darüber hinaus werden:
- die Nutzungsgebühren für die Nutzung der Sporthalle Zell für den Landkreis Esslingen erhöht
- der Ansatz für die Unterhaltung von Sportgeräten sowie die Reinigung von Sporthallen reduziert
- der Schließdienst in der Sporthalle Weil abgeschafft
Außerdem erfolgt keine Erhöhung der Ansätze im Bereich Sportförderung. Da seit Bestehen der Sportförderung, neben kleineren Anpassungen, keine signifikante Anpassung der Förderbeträge erfolgt ist, ergibt sich de facto eine stetige inflationsbedingte Kürzung in diesem Bereich.
Einsparpotential bis 2029
-603.855 €
Auswirkungen der Sozialstaatsreform
Die von der Bundesregierung geplante Sozialstaatsreform zielt darauf ab, Grundsicherung, Wohngeld und Kinderzuschlag zu einem einheitlichen System zu verschmelzen, um Arbeitsanreize zu erhöhen und die Verwaltung effizienter zu gestalten. Dies führt dazu, dass die kommunale Leistung "Wohngeld" wegfällt, weshalb auch die entsprechenden Personalstellen wegfallen. Entsprechend entfallen auch Sachkosten. Allerdings entfallen im Gegenzug Personalkostenersätze durch das Land.
Einsparpotential bis 2029
-413.266 €
Soziale Arbeit
- Das Projekt Housing First wird beendet.
- Durch eine Neukonzeption der Sekretariate in der gesamten Abteilung werden Assistenz-Stellen reduziert.
- Die soziale Beratung sowie Suchtberatung für das Stadtgebiet werden reduziert. Dadurch sinken auch Sachkosten, Geschäftsaufwendungen und sonstige Aufwendungen.
Einsparpotential bis 2029
-274.155 €
Quartiersarbeit
Zentrale Dienste und Bürgerservice
Personalreduktion durch den Wegfall von Stellen:
- in der Sachbearbeitung im Bürgerservice Einwanderung
- im Bürgerservice Soziales
- im Sachgebiet Finanzen und Grundsatzangelegenheiten
Diese Einsparungen werden unter anderem durch Effizienzsteigerungen erbracht, die eine neu geschaffene Stelle im Innovationsmanagement generiert.
Darüber hinaus werden im Rahmen der Neuen Arbeitswelten Drucker reduziert. Die Geschäftsaufwendungen der Amtsleitung und das Fortbildungsbudget für das Amt werden ebenfalls reduziert. Dies wird durch den Abbau von Stellen im Amt ermöglicht.
Einsparpotential bis 2029
-138.038€
Sozialplanung und Projekte
Der Wegfall von insgesamt 1,15 Personalstellen in diesem Bereich führt dazu, dass
- die Koordinierungsstelle Inklusion nicht aufgestockt wird
- die Vermittlungsstelle für Ältere wegfällt (u.a. keine Vorstellung des Seniorenwegweisers bei Vereinen o.ä.)
- die Seniorenplanung mit weniger Personalressourcen erfolgt
Dies führt wiederum zu einer Reduktion von Sachkosten. Außerdem werden Zuschüsse und Eigenmittel für Integrationsprojekte reduziert, was ebenfalls zu Einsparungen führt.
Einsparpotential bis 2029
-136.359 €
Offene Kinder- und Jugendarbeit
Die Einsparungen ergeben sich im Wesentlichen aus einem Fluktuationsabschlag im Bereich der Jugendhäuser und Jugendhausähnlichen Einrichtungen.
Aktuell geht die Haushaltsplanung für Personalkostenzuschüsse in der OKJA von einer Vollbesetzung aus. Bei Vakanzen durch Personalwechsel, Elternzeit, Krankheit oder ähnliches, können daher direkte und teilweise auch überlappende Wiederbesetzungen ermöglicht werden.
Künftig werden in Anlehnung zum Vorgehen in der Verwaltung, freiwerdende Stellen in Jugendhäusern erst nach bis zu sechs Monaten wiederbesetzt. Dies kann unter Umständen zu einer vorübergehenden Einschränkung des Angebots/der Öffnungszeiten der Jugendhäuser führen.
Einsparpotential bis 2029
-109.000 €
Bürgerengagement und Bürgerhäuser
Im Bereich Bürgerengagement fällt eine Stelle in der Sachbearbeitung weg. Dadurch müssen die Leistungen des Dolmetscherpools neu konzeptioniert und reduziert werden (bspw. Beschränkung auf Dolmetscherleistungen für die Stadtverwaltung und das Klinikum Esslingen). Dies führt wiederum zu Einsparungen im Bereich der Sachkosten. Außerdem reduziert sich insgesamt die Anzahl der Projekte im Bereich Bürgerengagement.
Die Mieten für das Mehrgenerationenhaus in der Pliensauvorstadt sowie das Forum in der Schelztorstraße werden erhöht. Hiervon wird vor allem der Tarif C für kommerzielle Angebote betroffen sein. Bürgerschaftliche Gruppen nutzen die Häuser weiterhin kostenfrei.
Einsparpotential bis 2029
-97.600 €
Wohnen
Einsparungen sollen durch eine reduzierte Anzahl an Neuabschlüssen von Kooperationsverträgen erzielt werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, Kooperationsverträge mit besonders hohem Betreuungs- und damit Personalaufwand nicht weiter zu verlängern. Rückgang Fördermittel, z.B. Auslaufen kleinerer Förderprogramme.
Einsparpotential bis 2029
-60.053 €